Harald Welte: HTC verzögert Sourcecode-Freigabe unnötig lange
Für die Veröffentlichung des Sourcecodes seiner Android-basierten Smartphones braucht der taiwanische Hersteller HTC viel zu lange, sagt Entwickler Harald Welte. Oft verzögere HTC die Freigabe des Sourcecodes über mehr als drei Monate und die Zeitabstände würden immer länger, schreibt er in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) .
In der GPLv2 ist keine Frist für die Veröffentlichung von Sourcecode festgehalten. HTC behauptet, dass selbst ein Zeitraum von 120 Tagen noch fristgerecht sei und begründet die Verzögerung mit der zeitaufwendigen Überprüfung des Quellcodes nach proprietären Komponenten.
Welte hatte sich mit HTC getroffen und gefordert, dass der Smartphonehersteller den Sourcecode für seine Android-Geräte unmittelbar nach deren Markteinführung zur Verfügung stellt. Denn in dem kurzlebigen Smartphonemarkt seien 120 Tage eine lange Zeit. Der Quellcode solle Entwicklern auch die Möglichkeit geben, ihn studieren zu können.
Seine Geduld sei jetzt am Ende, sagte Welte, der die Webseite Gpl-violations.org(öffnet im neuen Fenster) initiierte, auf der Verletzungen der GPL gesammelt werden. Sein Vorsatz für das neue Jahr bestehe darin, HTC davon zu überzeugen, dass die nicht rechtzeitige Veröffentlichung des Quellcodes nicht im Interesse seiner Kunden, der Open-Source-Community oder der GPL selbst sei.
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