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DSL: Deutsche Telekom testet 100 MBit/s per Kupferkabel

Ein Manager der Deutschen Telekom hat sich öffentlich zu Tests für eine DSL-Datenübertragungsrate von 100 MBit/s im Kupferkabel geäußert.

Artikel veröffentlicht am ,
BT-Techniker in London im Januar 2011
BT-Techniker in London im Januar 2011 (Bild: Luke MacGregor/Reuters)

Niek Jan van Damme, Chef der Telekom Deutschland, hat sich in einem Artikel zu hohen Datenübertragungsraten im Kupferkabel geäußert. Unter der Überschrift "Appetit auf Geschwindigkeit" erklärte der Manager: "Deutschland ist hungrig nach Bandbreite. (...) Dabei spielt es letztlich keine Rolle, mit welcher Technik die Kunden hohe Übertragungsgeschwindigkeiten erhalten. Entscheidend ist, dass sie schnelle Internetverbindungen bekommen - und das möglichst günstig. (...) Im Festnetz hat zudem das gute alte Kupferkabel längst nicht ausgedient: Wir testen derzeit Technologien, mit denen sich auch darüber Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s erreichen lassen."

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Die von van Damme geführte Tochtergesellschaft ist für Privatkunden und kleine und mittlere Geschäftskunden in Deutschland zuständig. Das teure Glasfasernetz sei nicht der einzige Weg zum flächendeckenden Hochgeschwindigkeitsnetz. "Der Hunger kann auf viele Arten gestillt werden", so van Damme.

Auf Nachfrage von Golem.de war van Damme nicht mehr für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Manager war bereits im Weihnachtsurlaub.

Konzernsprecher Frank Domagala schrieb Golem.de: "Das bezieht sich auf unser Glasfaserangebot." Doch van Damme hatte ausdrücklich vom "guten alten Kupferkabel" gesprochen. Mehrmalige Rückfragen am Mobiltelefon hat Domagala am 23. Dezember 2011 nicht mehr beantwortet.

Was könnte van Damme wirklich gemeint haben? Bei der DSL-Technik VDSL kommt Kupferleitung nur auf dem letzten Stück der Übertragungsstrecke zum Einsatz. Mit VDSL bietet die Telekom derzeit für den Endkunden eine Übertragungsrate von maximal 50 MBit/s.

Der DSL Phantom Mode erhöht die Leistung von kupferbasierten DSL-Netzwerken. Theoretische Bandbreiten von bis zu 825 MBit/s lassen sich so realisieren. Das ist jedoch nur mit Hardwareanpassungen beim Modem des Kunden, beim Digital Subscriber Line Access Multiplexer (DSLAM) oder beim Multi-Service Access Node (MSAN) im Netz des Betreibers möglich. Mit zwei Kupferdoppeladern lässt sich jeweils eine Bandbreite von rund 120 MBit/s realisieren, zusammen also 240 MBit/s. Eine dritte, virtuelle Leitung liefert noch einmal 120 MBits/s, in Summe also 360 MBit/s.

Private Telekommunikationsnutzer in älteren Häusern in Deutschland verfügen meist nur über eine Kupferdoppelader in Form eines zweiadrigen Kabels. Seit einigen Jahren jedoch werden geschirmte Rundkabel mit zwei Paaren Kupferdraht im Inhouse-Bereich als Teilnehmeranschlussleitung verwendet.



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smasg 10. Jan 2012

Auch die Telekom tut so als tut sie im neuen Jahr wieder was ;)

The Howler 29. Dez 2011

Wenn du für ein 6000er DSL 49¤ zahlst kannst du vermutlich alleine durch einen...

one337 28. Dez 2011

Schwachsinn, ich als VDSL-50 User (übrigens in einem 11.000 Seelen Dorf) komme fast jeden...

7hyrael 27. Dez 2011

Signalverstärker? super Idee, warum auch die Ursache von Problemen (altbackene Leitungen...

George99 25. Dez 2011

Dann kam FTH und für mich schien es, als Wieso meinst du, dass FTTH nicht so anläuft wie...


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