Rettungssystem: Grml 2011.12 alias Knecht Rootrecht veröffentlicht
Die Linux-Distribution Grml wurde in den vergangenen sieben Monaten grundlegend umgestaltet, um künftige Entwicklungen zu vereinfachen und mehr Code an das Debian-Projekt zurückzugeben. Grml 2011.12 wurde dadurch kleiner, das ISO-Image für 32- und auch das für 64-Bit-Systeme ist gerade einmal 350 MByte groß. Zudem gibt es mit grml96 ein ISO-Image, das die 32- und 64-Bit-Version kombiniert.
"Knecht Rootrecht", so der Codename der aktuellen Grml-Ausgabe, basiert auf dem Linux-Kernel 3.1.6. Die Softwareauswahl wurde neu gestaltet und stellt nun Installation und Wiederherstellung von Systemen in den Mittelpunkt. Für eine erhöhte Stabilität soll der Wechsel auf den Testing-Zweig von Debian sorgen. Bisher nutzt Grml im Unstable-Zweig Debian Sid.
Grml 2011.12 unterstützt erstmals UEFI auf 64-Bit-Systemen. Zudem wird mDNS beim Start des Systems aktiviert und der Systemdienst für NFS-Clients gestartet. Der grafische Desktop wurde vereinfacht und es wurden Werkzeuge für "ATA over Ethernet" hinzugefügt, was die Systemwiederherstellung vereinfachen soll.
Das Werkzeug grml-debootstrap zur Installation von Debian-Systemen kann in der neuen Version auch Images mit virtuellen Maschinen erzeugen. Auch grml-live, mit dem die offiziellen Grml-ISO-Images erstellt werden, wurde verbessert: Es kann nun direkt von einem ISO-Image gestartet werden, um dieses zu remastern.
Eine detaillierte Übersicht der Änderungen in Grml 2011.12 gibt das Changelog(öffnet im neuen Fenster). Grml selbst kann unter grml.org(öffnet im neuen Fenster) heruntergeladen werden.
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