IEEE 802.11ac: Startschuss für Gigabit-WLAN auf der CES
In Einladungen zu Standbesuchen auf der CES haben Trendnet und Buffalo Vorführungen von Geräten für Gigabit-WLAN auf der Messe in Las Vegas angekündigt. Bei beiden Herstellern dürften das Router sein, mit technischen Daten geizen die Unternehmen noch. Die will aber Fudzilla erfahren(öffnet im neuen Fenster) haben: Drei Geschwindigkeiten mit 433, 866 und 1.300 MBit/s stehen im Raum. Das ist, wie schon bei 802.11n, abhängig von der Zahl der Antennen.
Unklar ist auch noch, wer die Gegenstellen dazu anbieten will, denn WLAN-Module für Notebooks hat bisher noch kein Unternehmen angekündigt. Gegenüber The Register(öffnet im neuen Fenster) machte sich jedoch Broadcom, ein Hersteller von WLAN-Chips, für eine schnelle Markteinführung von 80211.ac-Produkten stark.
Das soll unter anderem klappen, weil die Bausteine und die Antennenkonfigurationen zu 802.11n abwärtskompatibel sein sollen. Die höchsten Geschwindigkeiten gibt es aber nur mit 3x3-Konfigurationen für die Wellenfänger, was in heutigen Notebooks nur selten zu finden ist. Zudem ist 802.11ac nur für das 5-GHz-Band vorgesehen, was dann doch einen kompletten Wechsel der Infrastruktur nötig macht, um mehr Tempo zu erreichen.
Kompatibel zu 802.11n, aber mit Einschränkungen
Router und Clients müssen dabei ausgetauscht werden, ältere Notebooks können aber weiterhin mit den 802.11n-Geschwindigkeiten am 802.11ac-Router arbeiten. Besonders einfach wäre das mit Dual-Band-Routern, was die Geräte vermutlich etwas teurer macht. Vor allem einfachere Notebookmodule für 802.11n beherrschen das 5-GHz-Band nicht, sondern funken nur im durch viele andere Techniken verstopften Frequenzband um 2,4 GHz.
Broadcom-Konkurrent Intel verhält sich derweil noch recht still, denn: Die nächste Notebookplattform rund um Prozessoren mit Ivy-Bridge-Architektur wird erst für das zweite Quartal 2012 erwartet. Typischerweise stellt Intel neue WLAN-Module nur mit neuen Notebookplattformen vor, weil diese Bausteine dann als Gesamtpaket an PC-Hersteller verkauft werden.
Wenn nun zur CES mehrere Unternehmen zumindest seriennahe Produkte vorstellen sollten, bahnt sich ein ähnlicher Streit wie bei 802.11n an. Nach dem Erscheinen der ersten "Draft-N" genannten Geräte dauerte es noch über drei Jahre, bis der Standard von der IEEE-Arbeitsgruppe(öffnet im neuen Fenster) abgesegnet wurde.
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