Like-Button: Datenschützer will Facebook von Behördenseiten verbannen

"Facebook muss von Behördenwebseiten verschwinden", fordert der Berliner Landesdatenschützer Alexander Dix und geht wie sein Kollege Thilo Weichert aus Schleswig-Holstein gegen den Einsatz von Facebooks Like-Button vor.

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Alexander Dix
Alexander Dix (Bild: Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit)

Behörden sollten derzeit weder Like-Buttons von Facebook einsetzen noch Fanpages bei Facebook betreiben, meint der Berliner Landesdatenschützer Alexander Dix im Gespräch mit der Berliner Zeitung. Er empfiehlt dem zuständigen Berliner Innensenator Frank Henkel (CDU), eine datenschutzgerechte Lösung zu finden und bis dahin auf die Verwendung von Facebook zu verzichten. Damit folgt Dix seinem Kollegen Thilo Weichert, der als Erster begonnen hat, gegen den Einsatz von Facebook auf offiziellen Seiten von Behörden vorzugehen.

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"Es kann nicht sein, dass eine Berliner Behörde klar gegen deutsches und europäisches Datenschutzrecht verstößt, nur um der Popularität willen." Dix' Darstellung widerspricht dabei einer Analyse der für Facebook zuständigen irischen Datenschutzbehörde DPC. Sie gibt zwar Empfehlungen zur Verbesserung des Datenschutzes auf Facebook, kommt aber zu dem Schluss: "Die Empfehlungen in diesem Bericht implizieren nicht, dass das derzeitige Vorgehen von Facebook Irland nicht dem irischen Datenschutzrecht entspricht."

Dix wehrt sich dabei gegen die Einschätzung, die Facebook kritisierenden Datenschützer seien "Spielverderber": "Nein, wir sind keine Spielverderber und wollen niemandem sein Smartphone vermiesen. [...] Wir wollen aber Geräte und Programme, die dem Nutzer die Entscheidung überlassen, ob er sich orten lassen will oder nicht. Und er muss wissen, was mit diesen Informationen geschieht. Wenn das gewährleistet ist, steht dem Spaß ohne Reue nichts im Wege."

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