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EA vs. Activision: 400-Millionen-Dollar-Rechtsstreit geht in die nächste Runde

Ein – absichtlich – verschwommenes Bild aus ihrem nächsten Spiel haben die Erfinder von Call of Duty in den vergangenen Tagen veröffentlicht. Jetzt müssen sich Jason West und Vince Zampella wieder mit dem Rechtsstreit zwischen Activision und Electronic Arts beschäftigen.
/ Peter Steinlechner
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Das aktuelle Projekt von Respawn (Bild: Respawn Entertainment)
Das aktuelle Projekt von Respawn Bild: Respawn Entertainment

Erst vor wenigen Tagen hat das Entwicklerstudio Respawn Entertainment ein neues, absichtlich verschwommenes Bild aus seinem aktuellen Projekt veröffentlicht – Informationen gibt es über den Titel nicht. Allerdings dürfte es sich um ein Actionspiel handeln, denn Jason West und Vince Zampella, die Gründer von Respawn, haben Call of Duty miterfunden. Um den Millionenseller tobt seit einiger Zeit ein erbitterter Rechtsstreit zwischen Electronic Arts und Activision mit einem Streitwert von mindestens 400 Millionen US-Dollar.

Jetzt hat ein Gericht in Los Angeles entschieden, dass er in die nächste Runde gehen kann. EA wollte das Verfahren nach Angaben von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) stoppen lassen. Der Publisher hat West und Zampella bei Activision abgeworben und gesagt, dass es doch ganz normal sei, sich auch bei bestehenden Arbeitsverträgen nach anderen Möglichkeiten umzusehen. Die Anwälte von Activision wiederum sind der Auffassung, dass EA angesichts einer Restlaufzeit der Verträge von über zwei Jahren die Taktik gewählt habe, mit dermaßen viel Geld vor der Nase von West und Zampella zu wedeln, dass die beiden durch schlechtes Verhalten ihren damaligen Arbeitgeber Activision erfolgreich zu einer fristlosen Kündigung getrieben hätten.

Bei dem Streit geht es um viel Geld, vor allem aber um eines der erfolgreichsten Entwicklerteams der vergangenen Jahre. West und Zampella haben mit Call of Duty die wichtigste Marke für Activision produziert. Nach ihrer Kündigung haben sie Respawn gegründet, einen Vertrag mit EA geschlossen und einen großen Teil ihres alten Teams bei Infinity Ward zum Überlaufen animiert. Die Entwickler wiederum klagen außerdem gegen Activision, weil sie angeblich Beteiligungen am Erfolg von Call of Duty in Millionenhöhe nicht korrekt ausgezahlt bekommen haben sollen – wer sich die Teamseite von Respawn(öffnet im neuen Fenster) ansieht, findet dort unter fast jedem Mitarbeiter auch Call of Duty als eines der letzten Projekte aufgeführt. Mit ersten Informationen über das erste Spiel des Studios ist im Jahr 2012 zu rechnen.


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