Linux Foundation: Android-Patches zurück in den Linux-Kernel
Der Sony-Mitarbeiter Tim Bird hat ein Projekt mit dem Ziel gegründet, die Patches des Android-Kernels wieder im Hauptentwicklungszweig des Linux-Kernels unterzubringen. Bird, der ebenfalls Mitglied der Consumer-Electronics-Arbeitsgruppe der Linux Foundation(öffnet im neuen Fenster) ist, schreibt in der Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) , dass das Projekt die Entwicklung koordinieren und dadurch doppelte Arbeit vermieden werden soll.
Laut dem Wiki des Android Mainlining Projects(öffnet im neuen Fenster) verfolgen die Entwickler das Ziel, alle Android-Patches im Linux-Kernel unterzubringen, um eine aktuelle Android-Version starten zu können. Somit könnte ein Android-System mit dem aktuellen Linux-Kernel betrieben werden. Entwickler müssten Code nicht mehr für zwei verschiedene Kernel-Varianten schreiben und die Patches verschiedener Android-Versionen könnten einfacher gepflegt werden.
Mitte Dezember 2011 begann Kernel-Maintainer Greg Kroah-Hartman, einige Android-Patches im Staging-Zweig von Linux-Next(öffnet im neuen Fenster) unterzubringen. Dazu schreibt Kroah-Hartman(öffnet im neuen Fenster) , hoffentlich werde mit Linux 3.3 ein Großteil der Android-Patches im Hauptzweig eingepflegt sein. Allerdings müsse noch einiges an Arbeit geschehen, bis der Code problemlos funktioniere.
Einige der Android-Patches werden aber wohl sehr schwierig oder gar nicht einzupflegen sein. Denn sie sind zu Android-spezifisch, wie etwa die Network-Security-Funktion, oder auch die Wakelock-Funktion. Diese wird nicht benötigt, um Android zu starten, sondern sorgt lediglich dafür, dass der Akku der Android-Geräte länger hält.
Über aktuelle Entwicklungen des Projektes informiert eine Mailingliste(öffnet im neuen Fenster) . Diese enthält aber noch sehr wenige Einträge.
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