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Volle Lager: Intel plant spontane Preissenkungen für Sandy Bridge

Wegen schwacher Nachfrage am PC-Markt durch die Festplattenkrise erwägt Intel , die Preise für seine CPUs außerplanmäßig zu senken. Taiwanischen Berichten zufolge sollen die Abschläge 10 bis 15 Prozent betragen.
/ Nico Ernst
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Wafer mit Sandy-Bridge-CPUs (Bild: Intel)
Wafer mit Sandy-Bridge-CPUs Bild: Intel

Von Notebookherstellern will Digitimes(öffnet im neuen Fenster) erfahren haben, dass Intel seine Prozessoren bald billiger anbieten will. Betroffen sein sollen davon CPUs der Serie Core-i-2000 (Sandy Bridge), genauer: die Linien Core i3 und i5. Die teuren Prozessoren der Linie Core i7, die es für Notebooks mit zwei oder vier Kernen gibt, sollen gleichteuer bleiben.

Die Preissenkungen sollen außerhalb der turnusmäßigen Abschläge erfolgen. Traditionell senkt Intel seine Preise mindestens einmal im Jahr, typischerweise zu einem Termin in der Nähe des Schulanfangs in den USA. Andere Preissenkungen richten sich meist nach neuen Intel-Produkten oder der Konkurrenz von AMD.

Diesmal sollen volle Lager bei Intel der Grund sein. Das Unternehmen hatte vor kurzem eine Gewinnwarnung veröffentlicht - rund eine Milliarde US-Dollar weniger Umsatz als befürchtet sollen es im laufenden Quartal werden. Das liegt Intel zufolge an einer schwachen Nachfrage nach Prozessoren von PC-Herstellern, weil diese durch die anhaltend knappen Festplatten weniger Rechner bauen können.

Digitimes zufolge will Intel diese Nachfrage nun wieder ankurbeln, indem die CPUs den PC-Herstellern billiger überlassen werden. Der Chiphersteller könnte so einen Teil der durch die gestiegenen Festplattenpreise erhöhten Materialkosten für Notebooks wieder auffangen.

Raus mit Sandy Bridge, bevor Ivy Bridge kommt

Zudem steht für April 2012 auch die Markteinführung von Intels neuer Architektur Ivy Bridge bevor, diese CPUs mit 22-Nanometer-Technik sollen als Core-i-3000 erscheinen. Zwar überlappen sich Intels Produktreihen bei den Standard-CPUs meist um mehrere Monate, die älteren Modelle können aber nur noch zu dann noch niedrigeren Preisen verkauft werden. Also gilt es, die nun aufgelaufenen Lagerbestände möglichst schnell loszuwerden, weil die Verluste nach der Vorstellung von Ivy Bridge noch größer werden könnten.

Einen Termin für die Preissenkungen nannte Digitimes nicht. Der Beginn der US-Messe CES in der zweiten Januarwoche 2012 wäre dafür aber ein naheliegendes Datum.


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