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Datentausch per NFC: Android Beam mit dem Galaxy Nexus ausprobiert

Android Beam und NFC machen die Datenübertragung zwischen zwei Smartphones unkompliziert - sie müssen nur aneinandergehalten werden. Das Pairing erfolgt ohne großes Zutun des Benutzers.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit Android Beam lassen sich schnell Daten zwischen zwei Smartphones austauschen.
Mit Android Beam lassen sich schnell Daten zwischen zwei Smartphones austauschen. (Bild: Jörg Thoma/Golem.de)

Als Alternative zur Datenübertragung zwischen Smartphones per Bluetooth hat Google Android Beam entwickelt. Beam nutzt dabei den im Galaxy Nexus von Samsung verbauten NFC-Chip. Das Aneinanderhalten von zwei Smartphones reicht aus, um schnell Kontaktdaten oder Weblinks zu tauschen.

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Die Smartphones werden Rücken an Rücken gehalten, auf dem einen muss dann nur noch auf den Bildschirm getippt werden und schon werden Webseiten auf das andere Mobiltelefon übertragen. Die Datenverbindung wird nach der Übertragung sofort beendet.

Zunächst muss NFC in den Einstellungen aktiviert werden. Beam wird dabei ebenfalls eingeschaltet, kann aber unabhängig von der NFC-Funktion auch wieder deaktiviert werden. In den Notizen zu Beam erklärt Google, dass sich damit Kontaktdaten, Webseiten, Karten und sogar Youtube-Videos übertragen lassen. Gemeint sind aber im Fall von Youtube-Videos die Links darauf.

Rücken an Rücken

Damit die Übertragung funktioniert, muss auf dem sendenden Smartphone die entsprechende Anwendung geöffnet sein, etwa ein Webbrowser mit der Webseite, die versendet werden soll. Dann müssen beide Telefone Rücken an Rücken gehalten werden. Wird die Verbindung aktiv, vibrieren die Smartphones.

Auffällig ist, dass beide Smartphones parallel und in gleicher Richtung zueinander gehalten werden müssen. Bei über Kreuz gehaltenen Smartphones kommt keine Verbindung zustande. Auch über die Vorderseite funktioniert die Datenübertragung nicht. Der maximale Abstand zwischen Sender und Empfänger darf höchsten einen Zentimeter betragen.

Web- und Youtube-Links

Sobald eine Verbindung besteht, verkleinert Android Beam auf dem Smartphone das Anwendungsfenster, von dem die Daten versendet werden sollen. Dazu gibt Beam den Hinweis, dass die Datenübertragung per Tipper auf den Bildschirm ausgelöst werden kann. Zunächst tippten wir auf den Hinweis selbst, was nicht funktionierte. Die Datenübertragung wird erst ausgelöst, wenn auf das verkleinerte Anwendungsfenster getippt wird.

Auf dem Empfängergerät muss die entsprechende Anwendung wie etwa der Browser nicht geöffnet sein. Ice Cream Sandwich startet die passende Applikation automatisch. Die Datenübertragung ist in nur wenigen Sekunden abgeschlossen. Beim Übertragen von Youtube-Videos wird ebenfalls lediglich der Link übertragen, nicht das ganze Video. Das funktioniert auch nur mit dem Youtube-Player, der Ice Cream Sandwich beiliegt. Eine direkte Übertragung von Videos, etwa aus dem Player heraus, funktioniert mit Beam nicht.

Beamen in der Hosentasche

Kontaktdaten werden jedoch komplett übertragen. Dazu muss ein Kontakt ausgewählt werden. Die Übertragung einer gesamten Kontaktliste ist nicht vorgesehen.

Dass die Übertragung nur in unmittelbarer Nähe von Smartphones und nur nach einer Bestätigung des Nutzers auf dem sendenden Smartphone funktioniert, macht Beam weitgehend sicher. Allerdings verhindert beispielsweise dazwischenliegender Stoff die Übertragung nicht. In einem vollen Bus mit einem Smartphone, dessen Bildschirm nicht gesperrt ist, wäre somit eine versehentliche Datenübertragung möglich. Beam sollte also nur aktiviert werden, wenn ein Datentausch beabsichtigt ist.

Tausch von Mime und Text

Beam verwendet das Übertragungsprotokoll NFC Data Exchange Format (NDEF) für den Datenaustausch. Die APIs für Android sehen die Übertragung von URIs und Mime-Typen vor. Daher beschränkt sich Beam bislang auf den Austausch von Links und - im Falle der Kontaktdaten - auf ASCII. Laut NDEF ist auch der Tausch von Fotos vorgesehen. Da sich die Datenübertragungsrate bei NFC-Chips auf 424 KBit/s beschränkt, ist ein Tausch von großen Datenmengen wenig sinnvoll. Bluetooth schafft hingegen 2,1 MBit/s. Bluetooth hat auch die größere Reichweite.

Mit der offenen API lässt sich Beam auch von App-Entwicklern nutzen. Da Android NDEF einsetzt, ist auch ein Datentausch mit Nicht-Android-Geräten möglich. Um die Vorteile von NFC und Bluetooth zu kombinieren, haben sich das NFC Forum und die Bluetooth Special Interest Group kürzlich auf die Implementierung von Bluetooth Secure Simple Pairing für NFC geeinigt, was das Einsatzgebiet von NFC erweitert.

Fazit

Damit die Datenübertragung mit Android Beam funktioniert, müssen Smartphones mit NFC ausgestattet sein. Gegenwärtig gibt es aber nur wenige Geräte mit NFC-Chips. Beam ist allerdings nicht nur eine nette Spielerei, sondern erweist sich auch als recht praktisch, vor allem bei der schnellen Übertragung von Kontaktdaten.



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al. 17. Jan 2012

Kennt jemand eigentlich einen günstigen Schubladenvertrag für das Galaxy Nexus? Es gab...

blubberlutsch 31. Dez 2011

Ich denke mal, NFC ist auch für andere Zwecke gedacht als dir da vorschwebt. Zum einen...

yeppi1 30. Dez 2011

Also ich habe das gestern OS-übergreifend versucht, Android zu Meego zu beamen. Es...

mackes 28. Dez 2011

Ja, das habe ich eine Zeitlang auch genutzt. Bringt mir nur in der Praxis nicht allzu...


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