Abo
  • Services:

Facebook will daran arbeiten, mehr Daten herauszugeben

Doch die Datenschutzbehörde kommt zu einem anderen Schluss als Schrems. Er und seine Mitstreiter bei "Europe versus Facebook" zeigen sich in einer ersten Reaktion zwar überglücklich, doch streng genommen kommt ihnen Facebook nur ein wenig entgegen. Die DPC gibt sich zum Beispiel damit zufrieden, dass Facebook daran arbeiten will, auf Anfrage der Nutzer mehr Daten herauszugeben als bisher. Zu wenig Daten aber waren es nach Ansicht der DPC offenbar nicht.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Berlin
  2. OKI EUROPE LIMITED, Branch Office Düsseldorf, Düsseldorf

Solche Aussagen ziehen sich durch den gesamten Bericht, die DPC zeigt sich sehr liberal. So will sie Facebook nicht darüber belehren, ob Opt-in-Funktionen in den Privatsphäre-Einstellungen besser wären als die bisherige Praxis, zunächst einmal fast alles zu aktivieren, also bestenfalls ein Opt-out anzubieten. Facebook möge das einfach "überdenken".

Auch Werbeformen wie die "gesponserten Meldungen", in denen Facebook-Mitglieder neben Firmenlogos auftauchen, will die DPC nicht stoppen. Sie verlangt lediglich, dass Facebook seinen Nutzern besser erklärt, was da mit ihrem Namen und ihren Fotos passiert.

Eine ganze Reihe solcher eher kosmetischer Änderungen will Facebook in den nächsten Monaten umsetzen:

  • Die Privatsphäre-Einstellungen und Datenschutzrichtlinien sollen einfacher und deutlicher sichtbar gemacht werden,
  • Daten, die von ausgeloggten Nutzern sowie von Nichtmitgliedern über den "Gefällt-mir"-Button gesammelt werden, sollen nach zehn Tagen anonymisiert und nach 90 Tagen gelöscht werden; von eingeloggten Nutzern sollen solche Daten nach 90 Tagen anonymisiert werden,
  • ein Hinweis, dass jemand einen Nutzer auf einem Foto markiert hat, soll auffälliger und öfter eingeblendet werden,
  • der Zugang von Facebook-Mitarbeitern zu Nutzerdaten soll strenger geregelt werden,
  • Profile sollen 40 Tage nach einem entsprechenden Antrag vollständig und unwiederbringlich gelöscht sein - daran arbeitet Facebook nach eigener Aussage zumindest.

Facebook zeigte sich entsprechend "erfreut, dass der Report klarstellt, dass sich Facebook an die europäischen Datenschutzprinzipien hält und dem irischen Gesetz entspricht. Selbstverständlich hebt der Bericht auch einige Bereiche hervor, in denen wir uns noch verbessern und mit Best Practices vorangehen können - aber diese Empfehlungen basieren auf bereits bestehendem Datenschutz und Regelkonformität." Facebook erklärte sich einverstanden, dass der gesamte Bericht veröffentlicht wird.

Im Juli 2012 will die Behörde untersuchen, inwieweit Facebook die versprochenen Änderungen umgesetzt hat.

Der Artikel erschien zuerst bei Zeit Online

 Nutzerdaten: Irischer Datenschützer entlastet Facebook
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)

Oldschooler 22. Dez 2011

Für die FB-User, die sich dann weigern den "Like"-Button zu drücken, zeigt Facebook eben...

JeanClaudeBaktiste 22. Dez 2011

köfferchen > geld.

Charles Marlow 22. Dez 2011

Wo Kapitalinteressen anstehen, muss das Gemeinwohl immer zurückstecken. Und mit der...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad A485 - Test

Wir testen Lenovos Thinkpad A485, ein Business-Notebook mit AMDs Ryzen. Das 14-Zoll-Gerät hat eine exzellente Tastatur und den sehr nützlichen Trackpoint als Mausersatz, auch die Anschlussvielfalt gefällt uns. Leider ist das Display recht dunkel und es gibt auch gegen Aufpreis kein helleres, zudem könnte die CPU schneller und die Akkulaufzeit länger sein.

Lenovo Thinkpad A485 - Test Video aufrufen
IT: Frauen, die programmieren und Bier trinken
IT
Frauen, die programmieren und Bier trinken

Fest angestellte Informatiker sind oft froh, nach Feierabend nicht schon wieder in ein Get-together zu müssen. Doch was ist, wenn man kein Team hat und sich selbst Programmieren beibringt? Women Who Code veranstaltet Programmierabende für Frauen, denen es so geht. Golem.de war dort.
Von Maja Hoock

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"
  3. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp

Requiem zur Cebit: Es war einmal die beste Messe
Requiem zur Cebit
Es war einmal die beste Messe

Nach 33 Jahren ist Schluss mit der Cebit und das ist mehr als schade. Wir waren dabei, als sie noch nicht nur die größte, sondern auch die beste Messe der Welt war - und haben dann erlebt, wie Trends verschlafen wurden. Ein Nachruf.
Von Nico Ernst

  1. IT-Messe Die Cebit wird eingestellt

Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test
Tolles teures Teil - aber für wen?

Der Mac Mini ist ein gutes Gerät, wenngleich der Preis für die Einstiegsvariante von Apple arg hoch angesetzt wurde und mehr Speicher(platz) viel Geld kostet. Für 4K-Videoschnitt eignet sich der Mac Mini nur selten und generell fragen wir uns, wer ihn kaufen soll.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  2. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

    •  /