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Kindle Fire: Neue Firmware beschleunigt Amazons Android-Tablet

Amazons zweites Firmwareupdate für das Kindle Fire ist erhältlich. Es beschleunigt das Android-Tablet – beseitigt aber auch Jailbreaks.
/ Christian Klaß
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Kindle Fire mit eingespieltem Firmwareupdate (Bild: Christian Klaß/Golem.de)
Kindle Fire mit eingespieltem Firmwareupdate Bild: Christian Klaß/Golem.de

Die neue Firmware 6.2.1 für das Kindle Fire wird automatisch eingespielt. Amazon verbessert damit das Scrolling beim Browsen. Es ist nun merklich flüssiger. Außerdem reagiert das Kindle-Fire-eigene User Interface etwas schneller.

Es ist jetzt möglich, einzelne Einträge wieder aus dem Karussell zu entfernen. Dazu müssen sie einige Sekunden lang berührt werden und daraufhin erscheint ein Popup-Menü mit der Option "Remove from Carousel". Alternativ kann ein Eintrag auch als Favorit markiert werden.

Amazon Kindle Fire – Herstellervideo
Amazon Kindle Fire – Herstellervideo (00:30)

Um das Kindle Fire vor unbefugtem Zugriff zu sichern, kann jetzt auch der Zugang zu WLANs durch eine Passwortabfrage eingeschränkt werden. Bisher war es nur möglich, ein Passwort für den Login-Screen zu vergeben. Eltern können so sichergehen, dass ihre Kinder nicht ungefragt mit dem Kindle Fire online gehen. Bereits heruntergeladene Inhalte können trotzdem angeschaut werden.

Jailbreaks ausgehebelt

Das Firmwareupdate 4.2.1 beseitigt bereits aktive Jailbreaks. Wenn ein Kindle Fire zuvor gerootet war, dann ist es das nach dem Einspielen der Firmware nicht mehr. Das ist für Personen interessant, die das Gerät gehackt haben, um über den Android Market Anwendungen installieren zu können. Der Android Market wird von Amazon zugunsten des eigenen vorinstallierten Amazon-Appstores nicht mitgeliefert. Es kann aber nachinstalliert und in Verbindung mit einem Jailbreak auch genutzt werden.

In Deutschland kann das bisher nur in den USA verkaufte Kindle Fire(öffnet im neuen Fenster) wegen verschiedener Einschränkungen nicht vollständig genutzt werden. So vereitelt Amazon den Zugriff auf Inhalte im eigenen Appstore und auch das Video-on-Demand-Angebot (VoD) ist nicht zugänglich.

Geosperre außerhalb der USA

Das kann bisher nur umgangen werden, wenn mit dem Kindle Fire etwa über einen WLAN-Router mit Anbindung an einen VPN-Dienst und mit einer US-IP-Adresse im Netz gesurft wird. Voraussetzung ist, dass das Gerät nicht gerootet ist, denn dann wird der VoD-Zugang laut Nutzerberichten ebenfalls unterbunden.

Das 7-Zoll-Tablet Kindle Fire ist wegen seines geringen Preises von 199 US-Dollar sehr gefragt. Laut Amazon USA wurden bereits Millionen der Geräte verkauft. Genaue Zahlen nannte das Unternehmen noch nicht, Kindle Fire und Kindle-E-Book-Reader eingeschlossen, sollen derzeit wöchentlich 1 Million Kindle verkauft werden. Wann das Kindle Fire auch in Europa auf den Markt kommt, ist unklar. In Deutschland verkauft Amazon derzeit vor allem den Kindle eReader(öffnet im neuen Fenster) der dritten Generation.


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