Unicef: EU-Elektronikschrott landet in afrikanischen Kinderhänden

Das Siegerbild eines Unicef-Fotowettbewerbs greift die Rolle der IT-Branche bei der Umweltzerstörung in Entwicklungsländern auf.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Siegerfoto "Unicef-Foto des Jahres 2011" von Kai Löffelbein
Das Siegerfoto "Unicef-Foto des Jahres 2011" von Kai Löffelbein (Bild: Kai Löffelbein)

Unicef macht mit der Prämierung des Fotos eines Jungen aus Agbogbloshie auf die Auswirkung des Exports von Elektronikschrott aufmerksam. Der Titel des Siegerfotos von Kai Löffelbein ist "Ghana: Unser Müll in Afrika". Das Bild zeigt einen Jungen auf einer Giftmüllhalde in der Nähe von Ghanas Hauptstadt Accra. Umgeben von hochgiftigen Dämpfen und Elektroschrott aus dem Westen hält er einen Computerbildschirm in die Höhe.

  • Das Siegerfoto "Unicef-Foto des Jahres 2011" von Kai Löffelbein
Das Siegerfoto "Unicef-Foto des Jahres 2011" von Kai Löffelbein
Stellenmarkt
  1. SAP SD Teamleiter (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Raum Mannheim
  2. IT-Techniker mit Schwerpunkt Applikationsmanagement (w/m/d)
    IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
Detailsuche

"Allein aus Deutschland werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen jährlich etwa 100.000 Tonnen Elektronikmüll nach Afrika verschifft", rechnete das UN-Kinderhilfswerk vor.

Dorothea Steiner, Sprecherin für Umweltpolitik der Grünen, erklärte: "Gesicherte Daten über die Mengen des exportierten Abfalls gibt es nicht, sicher ist, dass nur etwa 25 Prozent des Elektronikschrotts in der EU gesondert eingesammelt werden. Der Weg der restlichen 75 Prozent ist unklar, er endet vermutlich in den Ländern des Südens."

Wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace erklärte, verbietet die EU-Gesetzgebung zwar den Müllexport, erlaubt aber die Ausfuhr vermeintlich wiederverwertbarer Secondhandwaren, auch wenn diese fast immer unbrauchbar sind.

Golem Karrierewelt
  1. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
  2. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    08./09.11.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Erd- sowie Sedimentproben von Greenpeace auf Schrottplätzen in Accra und in Koforidua, im Osten des Landes, ergaben, dass dort Bleikonzentrationen zum Teil 100-mal höher als in nicht kontaminierter Erde sowie Belastungen durch Kadmium oder Phtalate gefunden wurden. Phtalate, oder Phthalsäureester, setzt die Industrie als Weichmacher für Kunststoffe ein. Ähnliche Giftmischungen hat Greenpeace bereits auf Müllhalden in China, Russland und Indien nachgewiesen. Ausgesetzt sind den Giften vor allem Kinder, die an offenen Feuern Computer und Handys auseinandernehmen, meist ohne Arbeitshandschuhe oder Atemschutz.

Die meisten Geräte trugen laut einer Greenpeace-Studie im Jahr 2008 die Markennamen Philips, Sony, Nokia, Dell oder Canon.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


bla_bla 24. Dez 2011

Oh man ist doch klar, dass das nicht die endgültig beste Lösung ist, aber es ist das...

sasquash 24. Dez 2011

Des Weiteren sitzt du wohl nicht am Schreibtisch und verbrennst deinen PC, um an die...

Baron Münchhausen. 24. Dez 2011

Genau, wenn Recycling besser funktionieren würde! Ich glaube, wenn man so ein Tag...

Anonymer Nutzer 24. Dez 2011

Dank RoHS landet Elektronik jetzt schon nach 3 bis 5 Jahren wegen kalter Lötstellen (v...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Probefahrt mit EQS SUV
Geländegängiger Luxus auf vier Rädern

Nach einer Testrunde in Colorado versteht man, was Mercedes beim EQS SUV mit Top-End Luxury meint.
Ein Bericht von Dirk Kunde

Probefahrt mit EQS SUV: Geländegängiger Luxus auf vier Rädern
Artikel
  1. Hausanschluss: Warum sich einige nicht für Glasfaser entscheiden
    Hausanschluss
    Warum sich einige nicht für Glasfaser entscheiden

    Nicht alle geförderten Projekte für einen Glasfaser-Hausanschluss können umgesetzt werden. Manche Hausbesitzer wollen einfach nicht.

  2. Flexpoint, Bfloat16, TensorFloat32, FP8: Dank KI zu neuen Gleitkommazahlen
    Flexpoint, Bfloat16, TensorFloat32, FP8
    Dank KI zu neuen Gleitkommazahlen

    Die Dominanz der KI-Forschung bringt die Gleitkommazahlen erstmals seit Jahrzehnten wieder durcheinander. Darauf muss auch die Hardware-Industrie reagieren.
    Von Sebastian Grüner

  3. Windows und Office: Das neue One Outlook kann offiziell ausprobiert werden
    Windows und Office
    Das neue One Outlook kann offiziell ausprobiert werden

    Office-Insider bekommen die Preview-Version des neuen Outlook-Clients gestellt. Der soll irgendwann die bisherige Windows-Mail-App ersetzen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • CyberWeek nur noch heute • Xbox Series S + FIFA 23 259€ • MindStar (Mega Fastro SSD 1TB 69€, KF DDR5-6000 32GB Kit 229€) • PCGH-Ratgeber-PC 3000€ Radeon Edition 2.500€ • Alternate (Be Quiet Tower-Gehäuse 89,90€) • PS5-Controller GoW Ragnarök Limited Edition vorbestellbar [Werbung]
    •  /