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Google-Ranking: Erpresser droht Onlineshop mit Herabstufung

5.000 Euro zahlen oder bei Google schlechter oder gar nicht mehr gefunden werden: Damit drohte ein Erpresser einem deutschen Onlineshop für Holzspielzeug, nun ermittelt die Kriminalpolizei.
/ Christian Klaß
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Holzspielzeug-Discount.de soll zahlen oder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. (Bild: Holzspielzeug-Discount.de/Screenshot: Golem.de)
Holzspielzeug-Discount.de soll zahlen oder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Bild: Holzspielzeug-Discount.de/Screenshot: Golem.de

Der Onlineshop Holzspielzeug-Discount.de(öffnet im neuen Fenster) wird von einem Erpresser mit gezielter Herabstufung – sogenanntem Negative SEO – in den Ergebnissen von Google(öffnet im neuen Fenster) bedroht. Das berichtet der deutsche Suchmaschinenverband Suma(öffnet im neuen Fenster), zu dessen Mitgliedern die Inhaberin des betroffenes Shops zählt.

Der Erpresser soll am 6. Dezember 2011 kurz vor 10 Uhr vormittags telefonisch damit gedroht haben, massenhaft Badlinks beziehungsweise Spamlinks von "Adressen, die Google nicht gefallen", zu setzen. Dadurch würde der Shop im Ranking auf eine schlechte Positionen verschoben oder ganz aus dem Google-Index verbannt werden, es sei denn, die Shopinhaberin zahle dem Erpresser 5.000 Euro.

Laut Suma e. V. hat die Kriminalpolizei in Erlangen den Fall unter der Ermittlungsnummer BY5760-006921-11/5 übernommen. Die Inhaberin des Shops soll bereits beobachtet haben, dass ihr Shop um einige Positionen nach unten gerückt ist. Nicht nur, aber besonders zum Weihnachtsgeschäft kann sich die Google-Positionierung direkt auf den wirtschaftlichen Erfolg von Shops auswirken.

Google über den Schutz vor Spamlinks und Negative SEO
Google über den Schutz vor Spamlinks und Negative SEO (01:44)

Der Suma berichtet, dass Google in einer Stellungnahme zu dem Vorfall auf einen Eintrag in einem hauseigenen Blog(öffnet im neuen Fenster) verweist. In dem heißt es zu Spamlinks: "Daher steht in unseren Richtlinien nicht mehr, dass es für Mitbewerber unmöglich ist, anderen Mitbewerbern zu schaden. Stattdessen haben wir hinzugefügt, dass wir intensiv daran arbeiten, durch Mitbewerber verursachte Schäden zu vermeiden."

Google könnte Webseitenbetreiber zwar vor schädlichen Links warnen, tut dies aber noch nicht. Stattdessen soll Googles Software verhindern, dass jemand durch Links einem anderen leicht Schaden zufügen kann.

Für den in der Regel Google-kritischen Suma ist das der Beleg dafür, dass es tatsächlich mit gezielt gesetzten Links möglich ist, anderen Webseitenbetreibern und Onlineshops zu schaden. Im Suma sind auch verschiedene deutsche Suchmaschinenbetreiber und Suchmaschinenoptimierer (SEO) versammelt, die sich laut Vereinszielrichtung für einen freien Zugang zu Wissen(öffnet im neuen Fenster) einsetzen.


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