EFF: Reiseführer für US-Grenzgänger mit wichtigen Daten

Wer mit wichtigen Daten die US-Grenze überschreiten will, dem hilft jetzt ein Reiseführer: Die Electronic Frontier Foundation gibt rechtzeitig zum Weihnachtsbesuch in den Vereinigten Staaten Einreisenden Tipps und Tricks, wie sie bei Grenzkontrollen ihre Daten unter Kontrolle behalten.

Artikel veröffentlicht am ,
Reiseführer für US-Grenzkontrollen veröffentlicht
Reiseführer für US-Grenzkontrollen veröffentlicht (Bild: Electronic Frontier Foundation)

Seth Schoen, Marcia Hofmann und Rowan Reynold von der Electronic Frontier Foundation haben den Reiseführer für Besucher der USA fertiggestellt. In dem 23 Seiten umfassenden Dokument 'Defending Privacy at the U.S. Border: A Guide for Travelers Carrying Digital Devices geben die drei Tipps und erklären, wie der Nutzer seine Daten bei der Einreise in die USA schützen kann.

Stellenmarkt
  1. SAP SuccessFactors Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Freiburg
  2. Software Quality Assurance Analyst (m/w/d)
    Löwenstein Medical Technology GmbH + Co. KG, Karlsruhe
Detailsuche

Unter anderem wird erklärt, wie ein Nutzer seine Datenträger sicher löscht. SD-Karten, die in der Kamera formatiert werden, sind beispielsweise immer noch für Datenfunde sehr gut zu gebrauchen und auch die Problematik, dass sich Mobiltelefone kaum sicher löschen lassen und so Geschäftsgeheimnisse herumgetragen werden, wird betrachtet. Eine Möglichkeit ist ein eigenes Reisetelefon ohne kritische Daten. Zudem gibt es Hinweise, wie eine Datenträgerverschlüsselung zu benutzen ist. Die schützt den Einreisenden aber nicht vollständig.

Grenzbeamte können Nicht-US-Bürgern die Einreise verweigern

Zwar kann ein Grenzbeamter den Reisenden nicht ohne richterliche Anweisung zur Herausgabe des Passwortes zwingen, er kann ihn aber sehr wohl an der Grenze abweisen und mit dieser Drohung Druck aufbauen. Den Grenzbeamten anzulügen und zu behaupten, das Passwort vergessen zu haben, ist übrigens keine gute Idee und kann wohl strafrechtliche Konsequenzen haben. Möglich ist es aber, das Notebook beispielsweise von der IT-Abteilung verschlüsseln zu lassen und dem Reisenden das Passwort erst bei der Ankunft in den Vereinigten Staaten zu übermitteln, so dass er es zum Zeitpunkt der Grenzkontrolle tatsächlich nicht kennt.

Für die Veranschaulichung der Problematik gibt die EFF mit Hilfe von "Case Scenarios" Beispiele für verschiedene Berufsgruppen. Viele Szenarien dürften auch für die Einreise in andere Länder gelten. Dazu gehört auch die Sektion, die den Umgang mit Grenzbeamten betrachtet ("Interacting with Border Agents"). Die wichtigste Regel: auf keinen Fall lügen.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Seth Schoen hatte bereits auf dem vergangenen Chaos Communication Camp in Finowfurt eine Vorschau auf den nun veröffentlichten Reiseführer gegeben. Damals erklärte er, Ärzte und Anwälte müssten beispielsweise auf ihre Daten achten und sicherstellen, dass diese vertraulichen Informationen und Geschäftsgeheimnisse nicht in die Hände der TSA (Transport Security Administration), CBP (U.S. Customs and Border Protection) oder ICE (U.S. Immigration and Customs Enforcement) als Teil des DHS (Department of Homeland Security) fielen. Auch die anwesenden Hacker zeigten Interesse.

Die Gefahr, dass ein Reisender an der Grenze elektronisch durchsucht wird, ist für den Durchschnittsbesucher der Vereinigten Staaten gering, wie Schoen damals sagte. Im Zeitraum zwischen Oktober 2008 und Juni 2010 wurden pro Tag nur zehn von 327 Grenzübergängern durchsucht. Für bestimmte Gruppen, zum Beispiel Hacker, ist das Risiko durchsucht zu werden aber höher.

Der lesenswerte Datenschutz-Reiseführer steht auf dem Server der EFF zum Download bereit.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cupra Urban Rebel
VW-Tochter kündigt Elektrorenner für 25.000 Euro an

Autobauer Cupra bringt mit dem Urban Rebel ein günstiges Elektroauto für all jene auf den Markt, denen der ID.Life von VW zu langweilig ist.

Cupra Urban Rebel: VW-Tochter kündigt Elektrorenner für 25.000 Euro an
Artikel
  1. Zuschauerzahlen: Netflix gaukelt Offenheit vor
    Zuschauerzahlen
    Netflix gaukelt Offenheit vor

    Netflix hat eine Liste mit den beliebtesten Filmen und Serien veröffentlicht - die Aussagekraft ist gleich null.
    Ein IMHO von Ingo Pakalski

  2. Amazon Alexa: Neuer Echo Show mit Personenerkennung wird aufgehängt
    Amazon Alexa
    Neuer Echo Show mit Personenerkennung wird aufgehängt

    Amazon erfindet den Echo Show neu: Der Echo Show 15 hat ein besonders großes Display und kann Personen erkennen.

  3. Tesla Model Y im Test: Die furzende Familienkutsche
    Tesla Model Y im Test
    Die furzende Familienkutsche

    Teslas Model Y ist der Wunschtraum vieler Model-3-Besitzer. Reichweite und Raumangebot überzeugen im Test - doch der Autopilot ist nicht konkurrenzfähig.
    Ein Test von Friedhelm Greis

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Aktion: Win 10-Laptop oder PC kaufen, kostenloses Upgrade auf Win 11 erhalten • Bosch Professional & PC-Spiele von EA günstiger • Nur noch heute: PS5-Gewinnspiel • Alternate (u. a. Asus TUF Gaming-Monitor 23,8" FHD 165Hz 179,90€) • 6 UHDs kaufen, nur 4 bezahlen [Werbung]
    •  /