Papst: Heiliger Stuhl sichert sich Vatican.xxx

Die Webadresse Vatican.xxx ist nicht mehr zu haben. Die katholische Kirche wünscht, nicht mit pornografischen Abbildungen in Verbindung gebracht zu werden.

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Papst Benedikt XVI
Papst Benedikt XVI (Bild: Alessandro Bianchi/Reuters)

Der Heilige Stuhl hat sich den Namen Vatican.xxx sperren lassen. Das berichtet die katholische Tageszeitung La Croix. Joseph Aloisius Ratzinger alias Papst Benedikt XVI. als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche wolle damit die Verwendung der Internetadresse verhindern. Die sponsored Top-Level-Domain (sTLD) ist Unternehmen der Erotikbranche vorbehalten.

Im September 2011 hatten über 4.000 Prominente ihren Namen für die .xxx-Domain sperren lassen, darunter bekannte Persönlichkeiten wie die Schauspielerin Angelina Jolie, die Sängerin Beyoncé Knowles, der Unternehmer Donald Trump, der US-Präsident und der amtierende und ein früherer britischer Premierminister.

Während der Sunrise-Periode konnten auch Unternehmen ihre Marken und ihre geschützten Namen als .xxx-Domain beanspruchen oder sperren lassen. Dabei fiel eine einmalige Gebühr bei den akkreditierten Domainregistraren an. 15.000 Domainnamen wurden in Absprache mit Regierungen und Kinderschutzorganisationen gesperrt.

Die Sunrise-Periode für den Namensraum begann am 7. September 2011 und endete nach 50 Tagen am 28. Oktober 2011. Danach folgte die 14-tägige Landrush-Periode. Während dieser Zeit konnten Unternehmen der Erotikbranche bevorzugt noch verfügbare .xxx-Adressen registrieren. Seit dem 7. Dezember 2011 ist die .xxx-Domain allgemein verfügbar. Wer zuerst registriert, erhält den Zuschlag. "Erotikangebote mögen zwar für viele Erwachsene unterhaltsam sein, für alle Altersklassen sind solche Angebote jedoch ungeeignet", sagte ICM-Registry-Chef Stuart Lawley. Organisationen und Eltern könnten ihre Browsereinstellungen leicht anpassen und den Zugriff auf die Webseiten sperren, sagte Lawley.

Die der Sexindustrie zugeordnete Free Speech Coalition hatte sich gegen die Einführung der .xxx-Domain gestellt, weil Zensurmaßnahmen und Filter durch Regierungen oder Gegner der Branche damit leichter umgesetzt werden könnten.

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