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Logistikzentren: 1.000 neue Jobs bei Amazon Deutschland

Amazon baut zwei neue Logistikzentren in zentraler Lage in Europa. Die Arbeitsbedingungen bei dem Internethändler stehen zugleich massiv in der Kritik.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon-Lager in Swansea, Wales, am 24. November 2011
Amazon-Lager in Swansea, Wales, am 24. November 2011 (Bild: Matt Cardy/Getty Images)

Amazon plant die Eröffnung von zwei neuen Logistikzentren in Koblenz in Rheinland-Pfalz und in Pforzheim, Baden-Württemberg. Wie der weltgrößte Internethändler am 15. Dezember 2011 bekanntgab, sollen die Lager im dritten Quartal 2012 in Betrieb genommen werden.

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Amazon erwarte, in den nächsten drei Jahren nach Eröffnung beider Standorte bis zu 1.000 "langfristige Arbeitsplätze" und weitere 2.000 saisonale Jobs während der Hochsaisonzeiten schaffen zu können. Die Bauarbeiten für die neuen Standorte würden in Kürze aufgenommen.

"Ab Januar werden wir in Koblenz und Pforzheim mit der Einstellung von Mitarbeitern aus der Region beginnen", sagte Armin Cossmann, Leiter der deutschen Logistikzentren bei Amazon. Er bedankte sich bei den Landes- und regionalen Wirtschaftsförderungen, die dies möglich gemacht haben. Diese staatlichen Subventionen und Serviceleistungen sowie die "zentrale Lage in Europa und die hervorragende Anbindung an alle größeren Autobahnen" seien die Hauptgründe für die Auswahl der Standorte. Der Koblenzer Landrat Alexander Saftig sagte: "Wir haben mit Nachdruck und allem Engagement an der Ansiedlung gearbeitet. Solch große Ansiedlungen stehen immer im Wettbewerb mit anderen hochattraktiven Standorten."

Beide neuen Gebäude sollen eine Größe von rund 110.000 Quadratmetern haben und das gesamte Produktangebot von Amazon Deutschland abwickeln.

Amazon ist als Arbeitgeber umstritten und lässt laut einem Bericht Aushilfen für das Weihnachtsgeschäft zwei Wochen lang gratis arbeiten. Über 10.000 Hilfskräfte braucht der US-Internethändler für seine Logistikzentren in Werne in Nordrhein-Westfalen, in Leipzig und in Bad Hersfeld in Hessen. Arbeitslosengeldempfänger müssen jedoch kostenlos zur Probe arbeiten und bekommen für die Zeit ihr Geld weiterhin von der Agentur für Arbeit.

Wenn tausend Arbeitslose zwei Wochen lang kostenlos arbeiten, spart das Unternehmen mehrere hunderttausend Euro. So ließ Amazon im Jahr 2011 in Werne 942 Arbeitslose ein kostenloses "Praktikum" absolvieren, wie das Probearbeiten auch genannt wird. 500 wurden danach fest eingestellt.

Amazon: Zeitverträge über drei Jahre

Amazon setze zudem massiv auf befristete Verträge. Auf die Beschäftigten werde Druck ausgeübt, indem über längere Zeiträume wie 36 Monate immer wieder zeitlich befristete Verträge ausgegeben werden. Amazon soll in Bad Hersfeld zwei Drittel aller Vollzeitbeschäftigten mit befristeten Verträgen hinhalten, zitiert Report Mainz aus einer internen Datei. Noch nicht einmal ein Drittel der über 4.600 Kollegen in Bad Hersfeld hat einen unbefristeten Arbeitsvertrag, bestätigte die Gewerkschaft Verdi.



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eifelbauer 16. Dez 2011

Mal überlegen: dieArbeitslosenquote in Koblenz ist etwa doppelt so hoch, wie bei uns...

FrankTzFL1977 16. Dez 2011

ich hab in diesem Bereich gearbeitet hatte teilweise 100 std die Woche. ich weiß wie...

Affenkind 16. Dez 2011

Ganz Deiner Meinung! Ich habe mal über eine Zeitarbeit in einer Firma gearbeitet, die...

Affenkind 16. Dez 2011

Und heute um 10:30 Uhr war es bereits in der Packstation zur Abholung bereit...

Bouncy 16. Dez 2011

Ich bin ich und habe natürlich das Recht, mir Urteile über Andere zu bilden. Und ich...


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