Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Internet Explorer: Microsoft führt automatische Updates ein

Windows-Nutzer erhalten künftig automatisch die jeweils aktuelle Version des Internet Explorer, die für ihr System verfügbar ist. Microsoft führt dazu automatische Updates für Nutzer von Windows XP, Windows Vista und Windows 7 ein.
/ Jens Ihlenfeld
58 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Internet Explorer künftig mit automatischen Updates (Bild: Wikipedia)
Internet Explorer künftig mit automatischen Updates Bild: Wikipedia

"Jeder profitiert von einem aktuellen Browser." So begründet Microsoft die Einführung automatischer Browserupdates für den Internet Explorer(öffnet im neuen Fenster) unter Windows XP, Windows Vista und Windows 7. Microsoft spricht von einem wichtigen Schritt, um das Internet voranzubringen. Und auch die Sicherheit spielt dabei ein große Rolle, denn veraltete Browser gelten gemeinhin als großes Sicherheitsrisiko.

Microsoft folgt damit dem Vorbild von Google, das Chrome schon seit längerer Zeit mit automatischen Updates versorgt. Und auch bei Mozilla sind sogenannte stille Updates des Browsers in Arbeit. Der Schritt könnte dazu führen, dass sich neue Versionen des Internet Explorer deutlich schneller verbreiten, als das bisher der Fall war.

So nutzen am heutigen 15. Dezember 2011 bereits 36,45 Prozent der Chrome-Nutzer auf Golem.de die am Abend des 13. Dezember 2011 veröffentliche Version Chrome 16, rund 15 Prozent sind mit Chrome 15 unterwegs. Unter den Nutzern des Internet Explorer liegt die Version 8 mit 53,25 Prozent vor der Version 9 mit 31,48 Prozent, die bereits Mitte März 2011 erschienen ist und auf rund 65 Prozent der dabei genutzten Windows-Systeme laufen würde.

Den Anfang in Sachen automatische IE-Updates macht Microsoft im Januar in Australien und Brasilien. Kunden in diesen Ländern, die ihre Systeme per Windows Update aktualisieren, erhalten dann die jeweils für ihr Betriebssystem aktuelle verfügbare Version des Browsers installiert. Weitere Länder sollen schrittweise folgen. Einstellungen wie die Startseite, die Suchmaschinen und der gewählte Standardbrowser bleiben erhalten.

IE8 und IE9 können blockiert werden

Wer aber partout keine neue Version des Internet Explorer haben will, kann ein Update des Browsers mit einem Update-Blocker für den Internet Explorer 8(öffnet im neuen Fenster) und Internet Explorer 9(öffnet im neuen Fenster) verhindern. Diese Tools müssen aber aktiv installiert werden. Nutzer, die zuvor schon die Installation von IE8 oder IE9 per Windows Update abgelehnt haben, sollen ebenfalls kein automatisches Update erhalten. Zudem sollen Windows-Nutzer einmal gemachte Updates wieder deinstallieren(öffnet im neuen Fenster) können.

Die Einführung der automatischen Updates ändert auch nichts daran, dass Microsoft weiterhin die mit der jeweiligen Windows-Version gelieferte IE-Version weiterhin mit Updates versorgt. Im Fall von Windows XP ist das der Internet Explorer 6.

Für Windows XP mit Service Pack 3 wird der Internet Explorer 8 als Update mit hoher Priorität ausgeliefert, für Windows Vista und Windows 7 kommt der IE9 als wichtiges Updates.

Künftige Versionen des Internet Explorer will Microsoft mit einer neuen Option versehen, über die Nutzer die automatischen Browserupdates deaktivieren können.


Relevante Themen