Robotik: US-Krankenhaus testet Einsatz von Telepräsenzrobotern

Kinder, die im Bostoner Kinderkrankenhaus operiert wurden, bekommen einen Telepräsenzroboter mit nach Hause. Über den Roboter sollen Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden, was den Patienten Besuche im Krankenhaus ersparen soll.

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Telepräsenzroboter Vgo: Vorteile für Ärzte und Patienten
Telepräsenzroboter Vgo: Vorteile für Ärzte und Patienten (Bild: Vgo Communications/Screenshot: Golem.de)

Der Gesundheitsbereich gilt als ein wichtiges Einsatzgebiet für Roboter. Das Kinderkrankenhaus in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts hat ein Pilotprojekt mit Telepräsenzrobotern gestartet: Die Patienten bekommen nach einer Operation einen Roboter mit nach Hause. Das erspart ihnen, zu Nachuntersuchungen ins Krankenhaus zu fahren.

Untersuchung aus der Ferne

Die Roboter sind mit Kameras, Mikrofonen und Lautsprechern ausgestattet, damit ein Arzt oder eine Krankenschwester mit dem Patienten oder dessen Eltern kommunizieren und die Operationsnarbe begutachten kann. Ihr Gesicht erscheint dabei auf einem 5 Zoll (12,7 Zentimeter) großen Bildschirm. Gesteuert werden die Roboter vom Computer im Krankenhaus aus.

Entwickelt wurden Telepräsenzroboter Vgo vom Hersteller Vgo Communications. Sie sind etwa 1,30 Meter groß, wiegen knapp 8 Kilogramm und fahren auf zwei Rädern. Obwohl der Vgo WLAN hat, kommunizieren diese Roboter über Mobilfunk, genauer gesagt über das LTE-Netz des Anbieters Verizon.

Erstes größeres Pilotprojekt

Das Projekt sei das erste größere mit Telepräsenzrobotern im Gesundheitswesen, berichtet die Tageszeitung Boston Globe. Bisher bekamen acht Kinder nach einer Operation einen Roboter mit nach Hause.

Durch die Roboter sollen beide Seiten profitieren: Die Patienten müssen nicht alle paar Tage zur Routinekontrolle ins Krankenhaus fahren. Die Ärzte könnten durch den Einsatz der Roboter ihre Zeit besser einteilen und effektiver sein, sagte Hiep Nguyen von der Harvard Medical School, an die das Kinderkrankenhaus angeschlossen ist.

Mehr Funktionen

Nguyen glaubt, dass das Krankenhaus künftig eine ganze Flotte von Robotern anschaffen wird, die die Patienten mit nach Hause bekommen. Allerdings wünscht er sich, dass sie künftig mehr Funktionen bieten als der Vgo. Sie sollten nicht nur kommunizieren können, sondern auch den Blutdruck und den Puls messen, Blut abnehmen oder den Urin untersuchen.

Vgo Communications hat den Telepräsenzroboter Anfang des Jahres auf der CES vorgestellt. Seither hat es rund 200 der 6.000 US-Dollar teuren Roboter verkauft.

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