XMPP: Microsofts Windows Live Messenger bandelt mit Jabber an
Microsoft zählt mit 300 Millionen aktiven Nutzern zu den größten Anbietern im Bereich Instant Messaging. Ab sofort können diese Nutzer auch über eine XMPP-Schnittstelle erreicht werden, die Microsoft für den Windows Live Messenger (vormals MSN Messenger) zur Verfügung stellt.
Das 1999 für Jabber entwickelte Protokoll wurde 2004 von der Internet Engineering Task Force (IETF) als offizieller Internetstandard für Instant Messaging verabschiedet. Neben Jabber kommt XMPP auch beim Instant-Messaging-Dienst von Google und Facebook zum Einsatz.
Mit der Öffnung erlaubt es Microsoft nun jedem, eigene, auf Standards basierende Clients für seine Instant-Messaging-Plattform zu entwickeln. Diese müssen dazu neben XMPP die Authentifizierung per OAuth 2.0 unterstützen. Ist dies gegeben, ist ein Nachrichtenaustausch mit Nutzern des Windows Live Messengers möglich und es wird auch angezeigt, welche Nutzer online sind.
Microsoft unterstützt nur eine Untermenge der XMPP-Spezifikationen. Konkret sind dies XMPP Core ( RFC 6120(öffnet im neuen Fenster) ), XMPP Instant Messaging and Presence ( RFC 6121(öffnet im neuen Fenster) ) ohne Roster-Management, VCard-temp ( XEP-0054(öffnet im neuen Fenster) ), wobei nur vCards abgeholt, aber nicht geschrieben werden können, Chat State Notifications ( XEP-0085(öffnet im neuen Fenster) ) und Delayed Delivery ( XEP-0203(öffnet im neuen Fenster) ).
Details zu Microsofts XMPP-Schnittstelle stellt das Unternehmen auf MSDN(öffnet im neuen Fenster) bereit. Zudem gibt es einige Codebeispiele bei Github(öffnet im neuen Fenster) .
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