Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Familienministerin: Internet-Kinderschutzzentrum wird eingerichtet

Familienministerin Schröder will ein Internet-Kinderschutzzentrum schaffen. Erste Aufgabe sei ein Onlinenotrufbutton.
/ Achim Sawall
36 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) Bild: Sean Gallup/Getty Images

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat die Einrichtung eines Internet-Kinderschutzzentrums angekündigt. Schröder erklärte am 13. Dezember 2011, das Internet-Kinderschutzzentrum koordiniere künftig staatliche Stellen, Internetwirtschaft und Initiativen für Prävention und Opferschutz, um gemeinsam gegen Gefährdungen im Internet vorzugehen.

Bei Kindern solle der Schutz und bei Jugendlichen die Kompetenz im Vordergrund stehen, sagte Schröder. Erste Aufgabe werde es sein, einen zentralen Notrufbutton zu organisieren, über den Kinder und Jugendliche Hilfe und Beratung in Situationen erhalten sollen, die sie als Bedrohung erleben. Dies sei Ergebnis der Arbeitsgruppe "Dialog Internet", in der Politiker und Internetexperten ein Jahr lang Handlungsempfehlungen für eine neue Kinder- und Jugendnetzpolitik entwickelt hatten. Der Notrufbutton habe sich in Großbritannien bewährt, sagte die Ministerin, und sei besonders in sozialen Netzwerken wie Facebook wichtig.

"Eine Kinder- und Jugendnetzpolitik heißt, konkret mit dem Netz zu arbeiten, statt abstrakt dagegen anzukämpfen. Drei Dinge gehören dabei untrennbar zusammen: Medienkompetenz, Elternverantwortung und Schutz vor Gefahren im Netz. Das Ziel ist, Kinder und Jugendliche für den Umgang mit dem Netz stark zu machen. Klar ist aber auch: Cybermobbing, Grooming oder die Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen im Netz müssen konsequent verfolgt werden", sagte Schröder.

Nach einer aktuellen Forsa-Studie halten 95 Prozent der befragten Eltern Jugendschutzprogramme für wichtig. Allerdings setzten nur 20 Prozent der Eltern diese auch ein. Das Familienministerium wolle das Angebot Surfen ohne Risiko(öffnet im neuen Fenster) bis 2012 zu einem technisch sicheren Surfraum für Kinder ausbauen.


Relevante Themen