Anobit Genesis: Apple will SSD-Startup für 500 Millionen US-Dollar
Apple verhandelt mit dem israelischen Startup Anobit über eine Übernahme. Wie der Onlinefinanznachrichtendienst Calcalist aus informierten Kreisen(öffnet im neuen Fenster) berichtet, sind die Gespräche weit fortgeschritten. Der mögliche Preis für Anobit soll zwischen 400 Millionen US-Dollar und 500 Millionen US-Dollar liegen.
Seine Technik verkauft Anobit bereits seit längerem an verschiedene Hersteller, darunter auch Apple, wo sie im iPhone, iPad und Macbook Air zum Einsatz kommen. Anobit bietet auch Lösungen für Unternehmenskunden.
Im Juni 2010 kündigte das Unternehmen unter dem Namen Genesis eine eigene SSD-Serie an. Die SSDs nutzen MLC-NAND-Chips. Anobits Memory Signal Processing (MSP) genannte Technik sollte dafür sorgen, dass die MLC-Chips mehr als 50.000 Schreibzyklen verkraften. Dies sei eine Verbesserung um das 20fache im Vergleich zu 3.000 Zyklen bei herkömmlichen MLC-SSDs, so Anobit.
Während bei SLC-Chips nur 1 Bit pro Zelle gespeichert wird, werden bei MLC-Chips mehr Bit pro Zelle untergebracht. Das reduziert meist aber die Geschwindigkeit und Haltbarkeit. Das sollte MSP verändern. Anobit beschreibt die Technik als verbessertes ECC (Error Correction Code) mit proprietären Algorithmen zur Signalverarbeitung, letztendlich solle Software die physikalischen Einschränkungen der Chips überwinden.
Anobit prüfe parallel zu den Gesprächen mit Apple auch eine große Finanzierungsrunde mit einem führenden asiatischen Flashspeicherhersteller, so Calcalist weiter. Zu den Kunden von Anobit gehören Samsung und Hynix. Anobit hat seit seiner Gründung im Jahr 2006 von den Investoren Battery Ventures, Pitango Venture Capital und Intel Capital 76 Millionen US-Dollar erhalten. Apple könnte versuchen, sich die Technologie exklusiv zu sichern.
- Anzeige Hier geht es zum Macbook Air 13 mit M4 bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.