Grafikgerüchte: Radeon HD 7970 kommt am 9. Januar 2012

Die meist gut unterrichtete türkische Webseite Donanimhaber will(öffnet im neuen Fenster) den Termin für die Vorstellung von AMDs nächster Grafikgeneration mit 28 Nanometern Strukturbreite erfahren haben. Am Vortag der CES 2012, dem 9. Januar 2012, soll es so weit sein. Damit könnte AMD auf der wichtigsten US-Messe der Computer- und Unterhaltungselektronikbranche viel Aufsehen erregen.
Ob die Grafikkarten aber auch ab diesem Termin schon verkauft werden, ist noch ungewiss. AMD sprach sich in den vergangenen Jahren stets für einen "Hard Launch" mit zumindest begrenzter Verfügbarkeit am ersten Tag aus.
Geplant sind dem Bericht zufolge zunächst zwei Karten: die Radeon HD 7970 (Tahiti XT) und die Radeon HD 7950 (Tahiti Pro). Beide sollen auf der Architektur " graphics core next " (GCN) basieren, das größere Modell bringt dafür 2.048 Rechenwerke mit. Der von 256 auf 384 Bit verbreiterte Speicherbus soll eine theoretische Transferrate von 264 GByte/s ermöglichen und 3 GByte Grafikspeicher anbinden können.
Bei VR-Zone(öffnet im neuen Fenster) sind auch schon erste Bilder von Radeon HD 7900 mit entferntem Kühlkörper zu sehen. Sie zeigen unter anderem 12 rund um die GPU angeordnete Speicherbausteine, aber auch nur zwei 6-polige PCIe-Buchsen für die Stromversorgung. Es dürfte sich daher um eine Radeon HD 7950 handeln, denn dass AMD das theoretische Energiebudget von 300 Watt durch eine Buchse mit 8 Pins (150 Watt), eine mit 6 Pins (75 Watt) und den Slot (75 Watt) bei seiner High-End-Karte nicht ausschöpft, kam bei den letzten beiden Generationen nicht vor. Die Radeon HD 7970 dürfte also wieder mit dieser Bestückung erscheinen.
Auffällig ist bei den von VR-Zone gezeigten Karten auch, dass AMD zumindest bei diesen Exemplaren auf eine Backplate verzichtet hat. Die bisher bei den High-End-Karten übliche Verkleidung der Rückseite hilft zwar zur Kühlung wenig, kann aber Beschädigungen der Platine beim Hantieren im PC verhindern. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass es sich bei den abgebildeten Geräten um AMDs Referenzdesign handelt, das die Hersteller der Grafikkarten – meist nach einer gewissen Frist – auch erweitern können.