Phobos Grunt: Abhängen im Orbit...

Eine weniger glanzvolle Vorstellung gab das russische Weltraumprogramm einen Monat später: Anfang November schickte die Weltraumagentur Roscosmos das Raumfahrzeug Phobos Grunt auf die Reise zum Mars-Mond Phobos. Es sollte die erste interplanetarische russische Weltraummission seit 1996 werden.

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Zuerst lief alles nach Plan: Der Start klappte, das Raumfahrzeug wurde nach neun Minuten von der Rakete getrennt. Doch als knapp drei Stunden später das Raketentriebwerk der Sonde zünden sollte, passierte - nichts. Mit zwei Zündungen sollte das Triebwerk Phobos Grunt aus dem Orbit auf den Weg zum Mars bringen. Stattdessen saß die Sonde im Orbit fest und meldete sich nicht mehr.

Erst zwei Wochen später bekam die europäische Weltraumagentur Esa, später auch Roscosmos selbst wieder Kontakt zu der Sonde, wenn auch nur sporadisch. An eine Rettung, wie anfangs erhofft, war da nicht mehr zu denken. Einige Tage später lösten sich sogar zwei Teile von der Sonde. Phobos Grunt wird voraussichtlich im Januar 2012 abstürzen. Problematisch ist, dass an Bord geringe Mengen radioaktiven Kobalts 57 sowie giftiger Treibstoff sind. Es war übrigens nicht die erste Panne der Russen in diesem Jahr: Im August war eine Sojus-Rakete wegen eines defekten Triebwerks etwa fünf Minuten nach dem Start abgestürzt.

... statt zum Mars fliegen: Curiosity

Besser lief es da für die nächste Mars-Mission der Nasa: Am 26. November brachte eine Atlas-V-Trägerrakete den Rover Curiosity auf die 567 Millionen Kilometer lange Reise zum Mars. Über Monate wird der Marsrover, dessen korrekte Bezeichnung Mars Science Laboratory (MSL) lautet, unterwegs sein.

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Anfang August 2012 soll er in einem aufwendigen Manöver landen: Der Rover wird zusammen mit seiner Transportkapsel in die Marsatmosphäre eintreten. Ein Hitzeschild soll verhindern, dass das Fahrzeug dabei verglüht. Ein an der Kapsel befestigter Fallschirm öffnet sich nach einer Zeit und bremst den Fall. Etwa 20 Meter über dem Boden werden Curiosity und eine Abstiegsstufe, eine Art raketenangetriebener Kran, aus der Kapsel ausgeklinkt. Die Raketen zünden und fangen so den freien Fall ab. Der Kran lässt dann den Rover sicher auf die Marsoberfläche hinab.

Der Curiosity ist das größte Fahrzeug, das die Nasa zum Mars schickt: Es ist 3,1 Meter lang, 2,7 Meter breit und wiegt 900 Kilogramm und ist damit deutlich größer als die beiden Vorgänger Spirit und Opportunity oder der Pathfinder. Curiosity verfügt über einen Mast, an dem mehrere Kameras befestigt sind. Diese befinden sich gut 2 Meter über dem Boden und ermöglichen so einen Überblick. Mit einem 2,1 Meter langen Roboterarm kann das mobile Labor den Marsboden erforschen und Proben entnehmen. Diese werden dann im Bordlabor Sample Analysis at Mars untersucht. Insgesamt hat Curiosity zehn wissenschaftliche Instrumente an Bord.

Ziel der Mission ist die Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars: Curiosity soll herausfinden, ob auf dem Mars einmal Bedingungen herrschten, die die Entwicklung von Leben ermöglichten und ob es noch Hinweise auf diese Bedingungen und Organismen gibt. Schließlich soll er auch Wasser aufspüren. Ein Marsjahr soll die Mission dauern, das sind 687 Erdtage.

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Kein Kostverächter 27. Dez 2011

...damit es in der Raumfahrt wieder richtig vorwärts geht, zeigt folgender xkcd: http...

ednax@live.de 27. Dez 2011

Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik...

omo 25. Dez 2011

davon können wir Erdkriecher eh nur träumen ;-)

DragonHunter 25. Dez 2011

und noch eine Korrektur: von 1986 bis 2003 sind nach Adam Ries 17 Jahre und nicht nur 7 ;-)



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