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Konkurrenz aus Fernost: Chinas Weltraumstation Tiangong

Da die USA den Chinesen einen Korb für eine Beteiligung an der ISS gegeben haben, hat die Raumfahrtagentur China National Space Administration (CNSA) eine eigene Raumstation gebaut. Tiangong I (Himmelspalast) heißt die Station, die China am 29. September 2011 vom Raketenstartplatz Jiuquan in der Provinz Innere Mongolei aus ins All geschossen hat.

  • Die experimentelle chinesische Raumstation Tiangong I wurde im September 2011 ins All geschossen. (Bild: Jiuquan Satellite Launch Centre/Reuters)
  • Kurz darauf dockte das Raumfahrzeug Shenzhou VIII an der Station an. (Bild: Jiuquan Satellite Launch Centre/Reuters)
Die experimentelle chinesische Raumstation Tiangong I wurde im September 2011 ins All geschossen. (Bild: Jiuquan Satellite Launch Centre/Reuters)
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Die Station besteht aus zwei Modulen, einem Aufenthaltsmodul und einem Servicemodul. Letzteres enthält die Triebwerke, mit denen die Station ihre Lage regulieren kann, Versorgungssysteme sowie zwei Solarsegel. Tiangong 1 ist laut CNSA 9 Meter lang, hat einen Durchmesser von 2,8 Metern und wiegt 8,4 Tonnen.

Ehrgeizige Ziele

Tiangong I ist indes nur eine Teststation - ihre Lebensdauer ist auf zwei Jahre angelegt. 2013 soll sie abgesenkt werden und bei Wiedereintritt in die Atmosphäre verglühen. Doch bis zum Ende des Jahrzehnts wollen die Chinesen eine eigene Raumstation in die Erdumlaufbahn bringen, und die soll nichts weniger als die Nachfolgerin der Internationalen Raumstation werden, die voraussichtlich im Jahr 2020 zum Absturz gebracht werden soll.

Kurz nach dem Start bekam Tiangong auch schon Besuch: Das Raumschiff Shenzhou VIII (Götterschiff) flog zu der Station, unter anderem, um unbemannte Andockmanöver zu proben. Gleich zweimal wurde Shenzhou an die Station an- und wieder abgedockt. Noch ist es leer im Himmelspalast. Doch schon mit dem nächsten oder dem übernächsten Götterschiff sollen die ersten Taikonauten, wie die Astronauten in China heißen, zur Tiangong fliegen. Geplanter Starttermin für Shenzhou IX ist im Frühjahr 2012. Shenzhou X soll später im Jahr folgen.

Shenzhou VIII übte aber nicht nur Andocken bei Tiangong - das Raumschiff nahm auch die Versuchsanlage Science in Microgravity Box (Simbox) mit ins All. Das ist eine Art Weltraumbrutkasten, in dem 40 Kästen von der Größe von Zigarettenschachteln Platz haben. Sie enthielten unter anderem Pflanzen, Fadenwürmer, Bakterien und menschliche Krebszellen, die zwei Wochen lang mit im Weltraum waren. Anschließend wird untersucht, wie sich die Schwerelosigkeit und die Strahlung im Weltraum auf die Organismen und die Krebszellen auswirken. Das deutsch-chinesische Gemeinschaftsprojekt war die erste Kooperation der Chinesen mit einer anderen Nation in der Raumfahrt.

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Kein Kostverächter 27. Dez 2011

...damit es in der Raumfahrt wieder richtig vorwärts geht, zeigt folgender xkcd: http...

ednax@live.de 27. Dez 2011

Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik...

omo 25. Dez 2011

davon können wir Erdkriecher eh nur träumen ;-)

DragonHunter 25. Dez 2011

und noch eine Korrektur: von 1986 bis 2003 sind nach Adam Ries 17 Jahre und nicht nur 7 ;-)


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