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Kapseln für Deep-Space-Missionen

Die Landung Atlantis in Cape Canaveral bedeutete aber nicht nur das Ende des Spaceshuttles. Die Nasa hat sich damit auch von dem Konzept verabschiedet, nicht mehr mit Einwegraumschiffen ins All zu reisen, sondern mit wiederverwendbaren Raumfähren. Künftige Missionen werden wieder nach dem Muster der Apollo-Mondflüge ablaufen: Eine Rakete wird ein Raumfahrzeug, das aus einer Kapsel und einem Servicemodul besteht, ins All transportieren. Am Ende der Mission wird nur die Kapsel zur Erde zurückkehren.

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Grund für die Rückkehr zum bewährten Konzept ist, dass sich ein Spaceshuttle nicht für Missionen zu entfernteren Regionen im Weltraum, dem sogenannten Deep Space, eignet. Das liegt zum einen an seiner Bauart mit den Tragflächen und einem Leitwerk, zum anderen an seiner Größe: Das Spaceshuttle war für Reisen bis zu zwei Wochen ausgelegt.

Raumfahrzeug für weite Reisen: Orion MPCV

Orion Multi-Purpose Crew Vehicle (MPCV) heißt das neue Raumfahrzeug, mit dem die Nasa in den Deep Space vordringen will: Es besteht aus einer konischen Mannschaftskapsel und einem Servicemodul, in dem sich der Antrieb und Systeme zur Erzeugung und Speicherung von Strom sowie Tanks für Wasser, Sauerstoff und Stickstoff befinden.

Das Raumfahrzeug hat an seiner Basis einen Durchmesser von 5 Metern und ein Gewicht von 23 Tonnen. Das Volumen beträgt 20 Kubikmeter, von denen 9 Kubikmeter bewohnbar sind. Damit ist es groß genug, dass vier Astronauten damit drei Wochen lang durch den Weltraum reisen können. Macht sich das Orion MPCV auf zu längeren Flügen, etwa zum Mars, kommt voraussichtlich ein Wohnmodul hinzu.

Making a Splash

Die Entwicklung ist bereits in vollem Gang: Das Orion MPCV basiert auf dem Raumfahrzeug Orion, das ursprünglich für das Constellation-Programm gedacht war, das vom ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush verkündete Mondprogramm. Ein Modell des Orion in Originalgröße existiert bereits. Damit übt die Nasa die Wasserung: Im Juli 2011 hat die Nasa die erste Testwasserung im Langley Research Center in Hampton im US-Bundesstaat Virginia durchgeführt - nur ein paar Stunden nach der letzten Landung eines Spaceshuttles.

Auch das Rettungssystem des neuen Raumfahrzeuges hat in Tests bereits seine Funktionsfähigkeit gezeigt. Das Launch Abort System (LAS) soll im Falle eines Startunfalls die Mannschaft retten. Es besteht aus einer Rakete, die auf der Spitze der Mannschaftskapsel sitzt. Kommt es beim Start zu Problemen, zündet das Raketentriebwerk des LAS in Millisekunden und bringt die Mannschaftskapsel von der Trägerrakete weg.

Einmal volltanken, bitte!

Der Unterschied zu den Apollo-Raumschiffen wird vor allem in der Größe liegen: Die längste Apollo-Mission dauerte knapp zwei Wochen. Zum Mars wäre ein Raumfahrzeug etwa drei Jahre unterwegs. Für solche Reisen plant die Nasa, Treibstoffdepots im Weltraum anzulegen. Darin sollen flüssiger Wasserstoff und Sauerstoff gespeichert werden. Die Raumfahrer sollen sich dort mit Nachschub versorgen.

Vorteil einer solchen Lösung ist laut Nasa, dass ein Raumschiff weniger Treibstoff mitzunehmen braucht. Dadurch verringert sich dessen Startgewicht, oder es kann mehr Nutzlast mitnehmen. Für den Start zählt jedes Kilogramm: Je schwerer ein Raumschiff ist, desto mehr Schub ist nötig, um es aus dem Gravitationsfeld der Erde zu bringen. Im April dieses Jahres hat die Nasa aufgefordert, entsprechende Ideen einzureichen. 2016 könnte eine erste Weltraumtankstelle starten.

Neue Trägerrakete Space Launch System

Um das Orion MPCV ins All zu schießen, reichen die aktuellen Trägerraketen nicht aus. Die Nasa entwickelt deshalb eine neue: das Space Launch System (SLS). Knapp 80 Tonnen soll die etwa 100 Meter große Rakete ins All transportieren, etwa zehn Prozent mehr als eine Saturn V, die im Apollo-Programm eingesetzt wurde. Eine spätere Variante des SLS soll sogar mit einer Nutzlast von über 140 Tonnen abheben.

Gebaut wird Orion MPCV von Lockheed Martin - den Auftrag dazu hat der US-Luft- und Raumfahrtkonzern im Mai 2011 erhalten. 2014 soll, so plant die Nasa, das Raumfahrzeug zu seinem ersten Testflug starten. Drei Jahre später soll die SLS zum ersten Mal abheben.

 Die Spaceshuttle-Ära ist zu EndeGroße Ziele 
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Kein Kostverächter 27. Dez 2011

...damit es in der Raumfahrt wieder richtig vorwärts geht, zeigt folgender xkcd: http...

ednax@live.de 27. Dez 2011

Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik...

omo 25. Dez 2011

davon können wir Erdkriecher eh nur träumen ;-)

DragonHunter 25. Dez 2011

und noch eine Korrektur: von 1986 bis 2003 sind nach Adam Ries 17 Jahre und nicht nur 7 ;-)


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