Festplattenkrise: Intel fehlt eine Milliarde US-Dollar

Im vierten Quartal des Jahres 2011 wird Intel weniger Umsatz und Gewinn als erwartet machen können. Das Unternehmen führt das auf den Mangel an Festplatten zurück, welche die Zahl der herstellbaren PCs begrenzt.

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Intel-Konzernchef Paul Otellini
Intel-Konzernchef Paul Otellini (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Wenn es weniger Festplatten gibt, werden auch weniger Prozessoren gebraucht, um aus diesen Komponenten PCs zu bauen - so die einfache Logik des Hardwaregeschäfts. Folglich hat Intel nun eine Umsatz- und Gewinnwarnung veröffentlicht.

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Statt eines bisher erwarteten Umsatzes von 14,2 bis 15,2 Milliarden US-Dollar erwartet der Chiphersteller im laufenden Quartal nur noch einen Umsatz zwischen 13,4 und 14 Milliarden US-Dollar. Wenn jeweils das Mittel der Prognosen eintrifft, das nun von 14,7 auf 13,7 Milliarden US-Dollar gesenkt wurde, verliert Intel eine Milliarde US-Dollar an Umsatz und entsprechenden Gewinn.

Anders als etwa die Marktforscher von IDC, die noch für das gesamte Jahr 2012 von einem Mangel an Festplatten ausgehen, ist Intel optimistisch, was ein schnelles Ende der Festplattenkrise angeht. Der Chiphersteller rechnet zwar damit, dass die Knappheit und damit die schwache Nachfrage nach CPUs noch im ersten Quartal des Jahres 2012 anhält. Bereits bis Mitte 2012 sollen laut einer Mitteilung des Unternehmens Festplatten wieder besser verfügbar sein, was auch Intels Umsatz wieder steigern könnte.

Durch monatelang anhaltende Überschwemmungen in Thailand fehlt dem weltweiten Markt derzeit rund ein Drittel der eingeplanten Festplatten. Laut Branchenberichten sollen ungefähr 70 Millionen Laufwerke weniger hergestellt werden, als ursprünglich erwartet worden war. In Thailand wird vor allem von Western Digital und Seagate rund die Hälfte aller Festplatten hergestellt.

Intel ist von Lieferengpässen schnell indirekt betroffen

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Intel bekommt solche Schwankungen in den internationalen Lieferketten stets als eines der ersten indirekt betroffenen Unternehmen zu spüren. Neben langfristigen Verträgen mit garantierten Abnahmemengen von Prozessoren gibt es auch kurzfristige Bestellungen, welche PC-Hersteller und Großhändler über ein eigenes Onlinesystem von Intel vornehmen können. Zudem gibt es für CPUs oft auch nur Reservierungen, die wieder aufgehoben werden können.

Der Gewinnwarnung des Chipherstellers zufolge soll es aber außer geringeren Einnahmen keine Konsequenzen durch die Festplattenknappheit geben. Das deutet darauf hin, dass die bisher inoffiziell genannten Termine für neue CPUs mit Ivy-Bridge-Architektur eingehalten werden. Demnach sollen die ersten neuen Prozessoren für Desktop-PCs und die Mobilvarianten im April oder Mai 2012 auf den Markt kommen.

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