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iPhone5.doc: Apple droht Klage wegen Suche nach iPhone-Prototyp

Auf der Suche nach einem verloren gegangenen iPhone-Prototyp haben zwei Apple-Mitarbeiter im August ein Privathaus in San Francisco durchsucht. Der Bewohner sah dadurch seine Bürgerrechte verletzt und will gegen Apple klagen.
/ Werner Pluta
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Bar Cava 22 in San Francisco: iPhone-Prototyp verloren, Haus unrechtmäßig durchsucht (Bild: Cava 22)
Bar Cava 22 in San Francisco: iPhone-Prototyp verloren, Haus unrechtmäßig durchsucht Bild: Cava 22

Wegen der Suche nach einem verloren gegangenen iPhone-Prototyp droht Apple jetzt eine Klage. Sergio Calderon, dessen Haus durchsucht wurde, will gerichtlich gegen das Unternehmen vorgehen. Die Gespräche mit Apple seien ohne Ergebnis geblieben, sagte Calderons Anwalt David Monroe dem US-Branchendienst Cnet(öffnet im neuen Fenster).

Der iPhone-Prototyp war im August 2011 in der Bar Cava 22 in San Francisco verloren gegangen. Apple-Mitarbeiter glaubten, das verlorene Gerät in einem Wohnhaus im Stadtteil Bernal Heights geortet zu haben. Begleitet von vier Polizisten gingen sie dorthin und durchsuchten Haus und Garage. Die Suche blieb erfolglos.

Nicht zu erkennen gegeben

Calderon erklärte später, die Apple-Mitarbeiter hätten sich vor der Durchsuchung nicht zu erkennen gegeben. Hätte er gewusst, dass sie keine Polizisten waren, hätte er sie nicht hereingelassen. Weil die Polizisten zuließen, dass Privatpersonen Calderons Haus durchsuchten, leitete die Polizei eine interne Untersuchung ein.

Calderon kündigte im September an, einen Anwalt einzuschalten und gegen die Verletzung seiner Bürgerrechte vorzugehen. Er habe die ergebnislosen Verhandlungen mit Apple beendet, sagte Monroe. Jetzt werde er den nächsten Schritt einleiten. Er werde eine Klageschrift vorbereiten und in den nächsten Wochen bei Gericht einreichen, erklärte er. Er machte keine Angaben darüber, welche Beschuldigungen und Forderungen er darin erheben werde. Apple wollte sich zu der Angelegenheit nicht äußern.

Schon 2010 Prototyp verloren

Es war nicht das erste Mal, dass ein unveröffentlichtes iPhone verloren gegangen ist: Im April 2010 hatte ein Apple-Mitarbeiter schon einmal einen Prototyp in einer Bar liegenlassen. Das Technikblog Gizmodo kaufte es dem Finder für 5.000 US-Dollar ab und berichtete darüber. Apple ließ Ermittlungen gegen Redakteur Jason Chen einleiten, im Zuge derer Ermittler die Tür zu Chens Privat- und Arbeitsräumen aufbrachen und mehrere Computer beschlagnahmten.

Der Finder und ein Freund, der ihm beim Verkauf des iPhone-Prototyps geholfen hatte, wurden im Oktober 2011 wegen minderschweren Diebstahls zu einem Jahr auf Bewährung, 40 Stunden Sozialdienst sowie zu einer Zahlung von jeweils 250 US-Dollar an Apple verurteilt.


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