Abo
  • IT-Karriere:

Elena: 2-TByte-Daten der Arbeitnehmerdatenbank werden gelöscht

Mit der Vernichtung des Hauptschlüssels der umstrittenen Arbeitnehmerdatenbank Elena ist der erste Schritt zur Löschung getan. Die Datenbank mit 700 Millionen Datensätzen wird demnächst gelöscht.

Artikel veröffentlicht am ,
Bundesdatenschützer Peter Schaar
Bundesdatenschützer Peter Schaar (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

Der Bundesdatenschützer wird die 700 Millionen Datensätze des elektronischen Entgeltnachweises (Elena) endgültig löschen. Peter Schaar gab am 8. Dezember 2011 bekannt, er habe den Datenbankhauptschlüssel vernichtet. Mit dem Schlüssel war der Zugriff auf die verschlüsselt gespeicherten Entgeltdaten von mehr als 35 Millionen Arbeitnehmern möglich.

Stellenmarkt
  1. Winicker Norimed GmbH Medizinische Forschung, Nürnberg
  2. abilex GmbH, Ditzingen

Zusammen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) seien die Chipkarten überschrieben und geschreddert worden, erklärte Schaar.

Elena sollte offiziell Anfang 2012 starten. Seit dem 1. Januar 2010 waren die Arbeitgeber verpflichtet, die Entgeltdaten ihrer Beschäftigten an eine zur Deutschen Rentenversicherung gehörende Zentrale Speicherstelle (ZSS) zu übermitteln. Darin enthalten waren Angaben zu Gehalt, Sozialabgaben, Kündigungsgründe wie Abmahnungen und Angaben zu den Fehlzeiten, auch im Falle von Streiks. Elena geht auf eine noch unter Rot-Grün eingesetzte Kommission unter Vorsitz von Peter Hartz zurück. Jedes Jahr stellen die drei Millionen Arbeitgeber in Deutschland etwa 60 Millionen Einkommensbescheinigungen in Papierform aus. Dieser Aufwand sollte durch Elena erheblich verringert werden. Am 3. Dezember 2011 trat das Gesetz zur Aufhebung der Elena-Vorschriften in Kraft.

Schaar: "Der erste Schritt auf dem Weg zur endgültigen Löschung aller Elena-Datensätze ist nun getan. Ich werde darauf achten, dass im Rahmen des nun folgenden komplexen Löschprozesses sämtliche in der Datenbank sowie in anderen Verfahrenskomponenten gespeicherten personenbezogenen Daten aus dem Elena-Verfahren vollständig gelöscht werden."

In den kommenden Wochen soll die endgültige Löschung aller personenbezogenen Elena-Daten folgen.

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hatte am 16. November 2011 kritisiert, dass es außerhalb der ZSS für das Elena-Verfahren angelegte Personendatenbanken gebe. Alleine rund 120.000 Versicherungskonten seien so beispielsweise bei den Rentenversicherungsträgern entstanden. Um diese ebenfalls nun überflüssigen Daten zu löschen, seien noch gar keine Gesetzesentwürfe vorhanden. Unklar sei auch, in welchen weiteren Behörden derartige Datensammlungen angelegt worden seien. "Wir müssen darauf achten, dass die Giga-Datenbank Elena nicht durch eine behördliche Cloud ersetzt wird", sagte Uli Breuer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.

Nachtrag vom 9. Dezember 2011, 12:10 Uhr

Aktuell liegt die Anzahl der gespeicherten Datensätze bei 665.597.021. Sie belegen einen Speicherplatz von 2 TByte.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Grafikkarten, Monitore, Mainboards)
  2. (u. a. Ryzen 5-2600X für 184,90€ oder Sapphire Radeon RX 570 Pulse für 149,00€)
  3. Rabattcodes PCGH-SOMMER! (Stühle) und PCGH-KEY! (Tastaturen)

ubreuer 13. Dez 2011

Was wollt Ihr eigentlich. Die war doch "hohe Qualität": Wir bedanken uns an dieser...

Anonymer Nutzer 11. Dez 2011

Das hatte ich als Nachnamen angegeben, kurz bevor plötzlich das Aufhebungsgesetz...

huberto 09. Dez 2011

"Baue auf und reiße nieder, so hast du Arbeit immer wieder!"

jessipi 08. Dez 2011

Wer glaubt eigentlich noch das Märchen vom angeblichen Löschen.

Charles Marlow 08. Dez 2011

Zwar nur ein Tropfen auf dem heissen Stein, wenn man die sonstige Erosion des...


Folgen Sie uns
       


Bionic Finwave - Bericht (Hannover Messe 2019)

Festo zeigte auf der Hannover Messe einen schwimmenden Roboter aus dem 3D-Drucker.

Bionic Finwave - Bericht (Hannover Messe 2019) Video aufrufen
Chromium: Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen
Chromium
Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen

Build 2019 Wie sieht die Zukunft des Edge-Browsers aus und was will Microsoft zum Chromium-Projekt beitragen? Im Gespräch mit Golem.de gibt das Unternehmen die vage Aussicht auf einen Release für Linux und Verbesserungen in Google Chrome. Bis dahin steht viel Arbeit an.
Von Oliver Nickel

  1. Insiderprogramm Microsoft bietet Vorversionen von Edge für den Mac an
  2. Browser Edge auf Chromium-Basis wird Netflix in 4K unterstützen
  3. Browser Microsoft lässt nur Facebook auf Flash-Whitelist in Edge

Motorola One Vision im Hands on: Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro
Motorola One Vision im Hands on
Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro

Motorola bringt ein weiteres Android-One-Smartphone auf den Markt. Die Neuvorstellung verwendet viel Samsung-Technik und hat ein sehr schmales Display. Die technischen Daten sind für diese Preisklasse vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Moto G7 Power Lenovos neues Motorola-Smartphone hat einen großen Akku
  2. Smartphones Lenovo leakt neue Moto-G7-Serie

Bethesda: Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt
Bethesda
Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt

Rund sechs Wochen lang hatte ich täglich viele spaßige und auch einige frustrierende Erlebnisse in Tamriel: Mittlerweile habe ich den Hexenkönig in TES Blades besiegt - ohne dafür teuer bezahlen zu müssen.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Bethesda TES Blades erhält mehr Story-Inhalte und besseres Balancing
  2. Bethesda TES Blades ist für alle verfügbar
  3. TES Blades im Test Tolles Tamriel trollt

    •  /