Vertu: Nokia will Luxussparte verkaufen

Nokia braucht Geld und verkauft sein Tochterunternehmen Vertu, das sehr teure Mobiltelefone aus wertvollen Materialien für Reiche herstellt.

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Vertu-Launch-Party am 15. November 2011 in Moskau
Vertu-Launch-Party am 15. November 2011 in Moskau (Bild: Oleg Nikishin/Getty Images for Vertu)

Nokia hat die Investmentbank Goldman Sachs mit dem Verkauf seiner Luxusmarke Vertu beauftragt. Das berichtet die britische Financial Times unter Berufung auf eine informierte Person. Der Verkaufsprozess befände sich aber noch in einem sehr frühen Stadium. Investmentkonzerne sollen Interesse an einem Kauf von Vertu haben. Andere Luxusmarken könnten ebenfalls für Vertu bieten.

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Der Hersteller von Luxus-Mobiltelefonen wurde 1998 gegründet. Das britische Unternehmen wird als unabhängige Tochterfirma des finnischen Mobiltelefonherstellers geführt. Die handgearbeiteten Mobiltelefone aus wertvollen Materialien kosten bis zu 230.000 Euro und mehr, enthalten aber keine aktuelle Technik. Kunden bekommen über eine spezielle Taste zusätzlich einen Concierge-Service, ein rund um die Uhr besetztes Callcenter für Buchungen und Reservierungen von Flügen, Finanztransaktionen, Hotels, Autoanmietungen und Restaurants. Die Vertu-Handys werden in über 60 Ländern angeboten und verkaufen sich am besten in Russland, Asien und dem Nahen Osten.

Der Unternehmenswert von Vertu steht noch nicht fest. Der Jahresumsatz wird auf 200 Millionen Euro bis 300 Millionen Euro geschätzt. Nokia weist den Geschäftsbericht von Vertu nicht gesondert aus. Nokia und Goldman Sachs haben einen Kommentar zu dem Bericht abgelehnt.

Der angeschlagene Mobiltelefonhersteller hatte zuletzt Massenentlassungen in dem Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks angekündigt, wo 17.000 Stellen abgebaut werden sollen. Nokia erwirtschaftet weiter Verluste, während der Umsatz zurückgeht. Im dritten Quartal 2011 hatte Nokia einen Verlust von 68 Millionen Euro verzeichnet. Der Umsatz fiel um 13 Prozent auf 8,98 Milliarden Euro.

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