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Kino.to: Drei Jahre Haft wegen Links auf illegale Filmkopien

Ein Gericht in Leipzig soll das Bereitstellen der Links bei Kino.to als öffentliches Zugänglichmachen von illegalen Kopien bezeichnet haben. Martin S. erhielt drei Jahre Gefängnis.

Artikel veröffentlicht am ,
Frühere Homepage von Kino.to
Frühere Homepage von Kino.to (Bild: Kino.to)

Martin S. aus Leipzig ist wegen gemeinschaftlich begangener gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzungen bei Kino.to in 1,1 Millionen Fällen zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil wurde am 7. Dezember 2011 von einem Schöffengericht in Leipzig ausgesprochen, wie die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) berichtet, die bei der Verhandlung als Zuhörer anwesend war.

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Amtsrichter Mathias Winderlich habe in seiner Urteilsbegründung erklärt, dass das Bereitstellen der Links auf Kino.to letztlich das "öffentliche Zugänglichmachen" der illegalen Kopien bedeute, so die GVU. Es ist das zweite Urteil für die Gruppe um Kino.to.

Der gelernte Kfz-Mechaniker Martin S. erzielte als Hauptadministrator von Kino.to fast 400.000 Euro aus "Wartungs- und Verwaltungsarbeiten" sowie Werbeeinnahmen aus der "Nutzung von Werbeflächen". Das geht aus Rechnungen des Martin S. hervor, die Staatsanwalt Dietmar Bluhm laut Rheinische Post Online vorlegte. Nach Abzug der Kosten blieben ihm rund 230.000 Euro für die Zeit vom August 2009 bis Juni 2011.

Der Hauptadmininstrator sei auch "die Stimme von Kino.to" gewesen, sagte Bluhm. Er habe mit den Nutzern des Kino.to-Forums kommuniziert und mit den Uploadern und den Freischaltern verhandelt. Martin S. habe Links nach verschiedenen Qualitätsmerkmalen geprüft, bevor sie auf die Portalseite gekommen seien.

Das Portal Kino.to listete nach Angaben der GVU zuletzt Links zu mehr als 30.000 Kino- und Spielfilmen, Dokumentationen und TV-Serien.

Im Juni 2011 hatte die Ermittlungseinheit INES deutschlandweit rund 20 Wohnungen und Geschäftsräume der mutmaßlichen Kino.to-Betreiber und Rechenzentren durchsucht und das Portal offline genommen. Zeitgleich erfolgten Durchsuchungen in Spanien und Frankreich. 13 Beschuldigte wurden festgenommen. Die Plattform Kino.to hatte etwa vier Millionen Nutzer täglich.

Nachtrag vom 8. Dezember 2011, 10:26 Uhr

Der Anwalt des Verurteilten hat auf Rechtsmittel verzichtet. Das Urteil ist rechtskräftig.



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Der Held vom... 08. Dez 2011

Wenn man in Deutschland nachweislich 100 Menschen umbringt, bekommt man maximal 25...

y.m.m.d. 08. Dez 2011

Besser hätte ich es nicht ausdrücken können ^^'

TheDUDE 08. Dez 2011

In jedem Film den er Geraub-Mord-Kopiert hat starben die Leute auch nicht so leicht.

book 08. Dez 2011

Nur 6300 Euro im Monat? Dafür lohnt es sich ja noch nicht mal morgens aufzustehen.

book 08. Dez 2011

Du meinst, kino.to war nur so erfolgreich, weil User nicht begreifen, dass es einen...


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