Facebook: Softwareupdate schuld an Bilder-Sicherheitslücke

Ein Softwareupdate hat die gravierende Sicherheitslücke in der Meldefunktion von Facebook verursacht. Ein Facebook-Sprecher erklärte, dass der Fehler nur einer begrenzten Zahl von Nutzern Zugriff auf private Fotos Fremder ermöglicht habe.

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Private Fotos von Facebook-Chef Zuckerberg konnten auch ausgelesen werden.
Private Fotos von Facebook-Chef Zuckerberg konnten auch ausgelesen werden. (Bild: Galerie auf Imgur)

Facebook hat schnell reagiert und ein problematisches Softwareupdate rückgängig gemacht. Es ermöglichte einen Einblick in private Fotos fremder Nutzer, indem deren Profilbild als anstößig gemeldet wurde. Die erweiterte, aber fehlerhafte Meldefunktion zeigte daraufhin weitere, möglicherweise anstößige Bilder der fremden Nutzer an, selbst wenn diese eigentlich als privat deklariert waren. Davon war auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg selbst betroffen, einige private, aber unspektakuläre Fotos von ihm landeten so im Netz.

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Ein Facebook-Sprecher erklärte dazu: "Der Fehler ermöglichte es jedem, eine begrenzte Zahl kürzlich hochgeladener Bilder eines anderen Nutzers zu sehen, unabhängig von den Privatsphäre-Einstellungen dieser Fotos. Dies war das Ergebnis eines unserer letzten Code-Pushs und für eine begrenzte Zeit live. Als wir den Fehler entdeckten, haben wir das System sofort deaktiviert und werden die Funktion erst wieder aktivieren, wenn wir die Beseitigung des Fehlers bestätigen können."

Weiter heißt es, dass Facebook die Sicherheit der Nutzerdaten sehr ernst nehme und viel Zeit investiert werde, um das soziale Netzwerk und seine Nutzer zu schützen. Facebook bittet Hacker darum, Sicherheitslücken über www.facebook.com/whitehat/ zu melden, bevor sie veröffentlicht werden, und zahlt dafür auch eine Prämie ab 500 US-Dollar.

Nachtrag vom 7. Dezember 2011, 11:59 Uhr

Im Hacker-News-Forum hatte sich kurz nach der Entwarnung ein Facebook-Mitarbeiter öffentlich zu dem Fehler geäußert und ihn ebenfalls bestätigt. Er bekräftigte, dass das "ziemlich robuste System" für die Privatsphäre-Überprüfungen solche Vorfälle eigentlich verhindere, es in diesem Grenzfall aber gezwungen wurde, auf eine "nicht korrekte Weise" zu arbeiten. Kurz darauf meldete sich ein Hacker, der noch eine Methode zum Zugriff auf die eigentlich deaktivierte fehlerhafte Meldefunktion gefunden hatte.

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