Abo
  • IT-Karriere:

Graphen, Racetrack und Nanoröhren: IBM zeigt Computertechnik der Zukunft

Bei Schlagwörtern wie Graphen, Racetrack-Speicher und Kohlenstoff-Nanoröhren geht es nicht mehr um die ferne Zukunft, das will IBM mit der Vorstellung einiger Prototypen auf dem IEEE International Electron Devices Meeting deutlich machen. Die Chips wurden mit herkömmlicher CMOS-Technik gefertigt.

Artikel veröffentlicht am ,
Prinzip des Racetrack-Speichers
Prinzip des Racetrack-Speichers (Bild: IBM)

Seit Jahren vermeldet IBM Fortschritte, wenn es um neue Chiptechnologien wie Kohlenstoff-Nanoröhren, Racetrack-Speicher oder Graphen geht. Auf dem IEEE International Electron Devices Meeting (IEDM) demonstrierte IBM seine Zukunftstechnologien nun in Form von Prototypen, die mit herkömmlicher CMOS-Technik auf einem 200-mm-Wafer gefertigt wurden. Damit will IBM eines deutlich machen: Die in den vergangenen Jahren in seinen Labors entwickelte Technik ist auf dem Weg in echte Produkte.

Racetrack Memory

Stellenmarkt
  1. Rational AG, München
  2. BWI GmbH, Meckenheim, München

Mit seinem Racetrack-Speicher will IBM eine Alternative zu Flash-Speicher und Festplatten schaffen. Gespeichert werden die Informationen nicht mehr in Form von Ladungen oder Magnetfeldern. Stattdessen werden magnetische Domänenwände über einen Nanodraht verschoben, und zwar mit umgerechnet 100 Metern pro Sekunde. Die Zugriffszeiten bewegen sich dabei im Bereich unter einer Nanosekunde, ein Bruchteil des Wertes von Flash-Speichern. Zudem soll es anders als bei Flash keine Abnutzungserscheinungen geben und die Technik eine deutlich höhere Datendichte ermöglichen als heute verwendete Technologien.

Auf dem IEEE-Treffen erläutern IBMs Forscher nun die Herstellung von Racetrack-Speicher mit CMOS-Technik auf einem 200-mm-Wafer. Der Prototyp besteht aus einem Array von 256 planen, magnetisierten und horizontalen Racetracks. IBM arbeitet seit rund 7 Jahren an der Technik.

Graphen

Zudem zeigt IBM einen ersten CMOS-kompatiblen Chip mit Graphen, der die drahtlose Kommunikation verbessern soll. Damit ausgestattete Geräte sollen in der Lage sein, unter widrigen Umständen mit sehr hohen Frequenzen zu arbeiten. Der gezeigte Frequenzmultiplikator arbeitet mit 5 GHz bei Temperaturen von bis zu 200 Grad Celsius.

Kohlenstoff-Nanoröhren

Darüber hinaus zeigen die IBM-Forscher einen ersten Transistor mit einer Kanallänge von unter 10 Nanometern auf Basis von Kohlenstoff-Nanoröhren, der deutlich schneller sein soll als auf Silizium basierende Transistoren bei solch einer Strukturgröße. Und es sollen sich damit auch noch kleinere Strukturgrößen umsetzen lassen, was mit Siliziumtechnik sehr schwierig wird.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 529,00€
  3. 274,00€

ichbinsmalwieder 08. Dez 2011

Ich weiß nicht, was du genommen hast, aber du solltest die Dosis reduzieren.

irata 06. Dez 2011

Das Konzept kam mir irgendwie bekannt vor. Dann hab ich mich nicht getäuscht, Racetrack...


Folgen Sie uns
       


Red Magic 3 - Test

Das Red Magic 3 richtet sich an Gamer - dank der Topausstattung und eines Preises von nur 480 Euro ist das Smartphone aber generell lohnenswert.

Red Magic 3 - Test Video aufrufen
Google Maps in Berlin: Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird
Google Maps in Berlin
Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird

Kartendienste sind für Touristen wie auch Ortskundige längst eine willkommene Hilfe. Doch manchmal gibt es größere Fehler. In Berlin werden beispielsweise einige Kleinprofil-Linien falsch gerendert. Dabei werden betriebliche Besonderheiten dargestellt.
Von Andreas Sebayang

  1. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  2. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich
  3. Kartendienst Qwant startet Tracking-freie Alternative zu Google Maps

Raumfahrt: Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen
Raumfahrt
Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen

Seit Donnerstag senden die Satelliten des Galileo-Systems keine Daten mehr an die Navigationssysteme. SAR-Notfallbenachrichtigungen sollen aber noch funktionieren. Offenbar ist ein Systemfehler in einer Bodenstation die Ursache. Nach fünf Tagen wurde die Störung behoben.


    Endpoint Security: IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten
    Endpoint Security
    IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

    Tausende Geräte in hundert verschiedenen Modellen mit Dutzenden unterschiedlichen Betriebssystemen. Das ist in großen Unternehmen Alltag und stellt alle, die für die IT-Sicherheit zuständig sind, vor Herausforderungen.
    Von Anna Biselli

    1. Datendiebstahl Kundendaten zahlreicher deutscher Firmen offen im Netz
    2. Metro & Dish Tisch-Reservierung auf Google übernehmen
    3. Identitätsdiebstahl SIM-Dieb kommt zehn Jahre in Haft

      •  /