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Phoenix: Neues Bios für Windows 8

Phoenix Technologies hat mit dem Paket SCT 2.2 für Hersteller von PCs und Mainboards eine neue Lösung zur Bios-Entwicklung vorgestellt. Mit neuen Sicherheitsfunktionen sollen nicht nur Intel-CPUs, sondern auch ARM-Chips unter Windows 8 unterstützt werden.
/ Nico Ernst
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Logo des Unternehmens (Bild: Phoenix)
Logo des Unternehmens Bild: Phoenix

Gegenüber Digitimes(öffnet im neuen Fenster) hat Phoenix einige Details seiner neuen Plattform Securecore Tiano(öffnet im neuen Fenster) (SCT) genannt, die das Unternehmen schon länger bewirbt. SCT soll, wie einem Whitepaper ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) entnommen werden kann, auch die Zeit für den Selbsttest (POST) eines PCs auf unter eine Sekunde drücken können. Das gilt aber nur, wenn der Hersteller der Hardware sich voll auf SCT verlässt und keine eigenen Funktionen verwendet.

Ein Bios ist, auch wenn es auf UEFI setzt, immer für das jeweilige Mainboard optimiert. Bios-Hersteller wie Phoenix oder Marktführer AMI bieten dafür ein Baukastensystem an, das durch eigene Erweiterungen je nach Hardware recht flexibel ist. Neben dem für die umstrittene Funktion Secure Boot von Windows 8 vorausgesetzten UEFI unterstützt SCT 2.2 auch natives USB 3.0 sowie ACPI bis Version 5.0.

60 neue Funktionen für Windows 8

Insgesamt, so Phoenix gegenüber Digitimes, soll SCT 2.2 über 60 neue Funktionen speziell für Windows 8 bereitstellen. Die meisten davon dürften insbesondere neue Stromsparmechanismen sein, die Funktionen wie Connected Standby erst möglich machen. Über dieses Feature, das Intel erst mit den kommenden Ivy-Bridge-CPUs unterstützt, sollen sich PCs wie Smartphones auch in einem sehr tiefen Schlafzustand mit Diensten wie E-Mail oder sozialen Netzen synchronisieren können.

Da Windows 8 auch auf ARM-Chips laufen soll, will Phoenix sein SCT auch auf diesen Plattformen etablieren. Dazu arbeitet das Unternehmen mit Texas Instruments und Qualcomm zusammen.

Um einen PC mit Windows 8 benutzen zu können, ist nach Angaben von Microsoft nicht zwingend ein UEFI nötig. Auch auf Rechnern mit herkömmlichem Bios soll sich das Betriebssystem installieren lassen, zumindest auf Secure Boot muss dabei aber verzichtet werden. Ob das auch andere neue Funktionen betrifft, ist noch nicht abzusehen. Zahlreiche Mainboards, darunter solche von Apple, Asus, Gigabyte, Intel und MSI, unterstützen schon heute sowohl UEFI als auch das klassische Bios.


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