Linus Torvalds: Erweiterungen machen "Gnome 3.2 fast benutzbar"
"Mit dem Gnome-Tweak-Tool und der Dock-Erweiterung beginnt Gnome 3.2 fast benutzbar auszusehen", schreibt Linux-Erfinder Linus Torvalds in einem Eintrag auf Google+(öffnet im neuen Fenster). Noch vor wenigen Monaten bezeichnete Torvalds die Gnome-Shell als "einfach lästig" und verwendete seitdem Xfce als grafische Oberfläche.
Die Neuerungen von Linux Mint 12 und das Onlineangebot extensions.gnome.org(öffnet im neuen Fenster) sorgen derzeit für einiges Aufsehen. Über die Webseite des Gnome-Teams lassen sich Erweiterungen für die Gnome-Shell über den Browser installieren und verwalten. Das Linux-Mint-Team entwickelte ein überarbeitetes Nutzungskonzept der Gnome-Shell. Wohl deshalb hat sich Torvalds noch einmal an Gnome 3 herangewagt.
Torvalds übt weiter Kritik
Zwar sorgten die Erweiterungen für ein leicht verbessertes Arbeiten, dennoch ist Torvalds mit der Gnome-Shell nicht zufrieden. So bemängelt er, dass das Tweak-Tool und die Erweiterungen nicht Teil einer Standardinstallation seien und versteckt würden, da das Werkzeug nicht in den Systemeinstellungen untergebracht sei.
Darüber hinaus sei das Konzept auch noch nicht ausgereift. So müsse zum Beispiel eine Erweiterung installiert werden, um das "Accessibility-Icon" zu entfernen. Bissig schreibt Torvalds dazu: "Etwas einschalten um eine Funktion abzuschalten? Klar, das ist eine intuitive und gute UI".
Erweiterungen sind richtig
Die Diskussionen um die Gnome-Shell werden weiter anhalten. Die Erweiterungen werden jedoch zumindest für etwas Beruhigung bei den Nutzern sorgen, wofür auch der Beitrag von Torvalds ein Beispiel ist. Im Test von Linux Mint 12 stellte Golem.de ebenfalls fest, dass die Gnome-Shell über Erweiterungen gut anpassbar und dadurch besser zu benutzen ist. Der größte Kritikpunkt an Gnome 3 – die fehlenden Einstellungsmöglichkeiten – sollte nun überwunden sein.
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