NoSQL: CouchDB lebt
CouchDB sei den Herausforderungen von Ubuntu One nicht gewachsen, begründeten die Ubuntu-Entwickler ihre Abkehr von der freien NoSQL-Datenbank. Die bisher eingesetzte CouchDB-Lösung sei den Millionen von Nutzern nicht gewachsen und verursache zu viel Last auf leistungsschwachen Client-PCs, erklärte Canonical.
Mit der Entscheidung und ihrer Begründung hat Canonical Zweifel an der Leistungsfähigkeit von CouchDB und der Zukunft des Apache-Projekts hervorgerufen. Diesen tritt Projektleiter Jan Lehnardt in seiner E-Mail(öffnet im neuen Fenster) entgegen: Dem Projekt gehe es gut, es stehe keinesfalls vor dem Aus.
Laut Lehnardt hält das CouchDB-Team seine Datenbank noch immer für die perfekte Lösung für Ubuntu One. Dass dies aus Canonicals Sicht anders ist, habe andere Gründe: So habe das unter anderem von Lehnardt gegründete Unternehmen Couchbase in den letzten Jahren eng mit Canonical zusammengearbeitet und dabei einige Patches entwickelt, um CouchDB an bestimmte Nutzungsszenarien in Ubuntu One anzupassen. Diese Patches seien mit der Zeit aber immer weiter vom eigentlichen CouchDB-Code abgewichen, so dass es immer schwieriger wurde, diese Patches an neue CouchDB-Versionen anzupassen.
Vor kurzem habe Canonical dann entschieden, diese Praxis nicht weiterzuführen und stattdessen mit U1DB die Entwicklung eines datenbankunabhängigen APIs zu beginnen. Diese Entscheidung respektiere man, sagte Lehnardt.
Lehnardt betont, dass Couchbase(öffnet im neuen Fenster) nicht als Unternehmen hinter CouchDB(öffnet im neuen Fenster) zu betrachten sei. Zwar beschäftige Couchbase einige CouchDB-Entwickler, CouchDB sei aber ein Apache-Projekt, an dem sich auch die bei Couchbase angestellten Entwickler als Einzelpersonen beteiligten. Auf ähnliche Art und Weise unterstützen auch Cloudant(öffnet im neuen Fenster) , Enki Multimedia(öffnet im neuen Fenster) , Iris Couch(öffnet im neuen Fenster) und andere Unternehmen das Projekt.
Laut Lehnardt wird CouchDB auch weiterhin neue Versionen seiner NoSQL -Datenbank veröffentlichen.
- Anzeige Hier geht es zum Handbuch für Softwareentwickler bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



