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Keine Angst vor ARM: Intel liebt Windows 8

Vor Analysten hat sich Intel-Chef Paul Otellini begeistert über das kommende Windows 8 geäußert. Er sieht darin große Chancen, Tablet-PCs auch an Unternehmen zu verkaufen, die iOS oder Android bisher nicht trauen.
/ Nico Ernst
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Paul Otellini auf dem Intel Developer Forum 2011 (Bild: Justin Sullivan/Getty Image)
Paul Otellini auf dem Intel Developer Forum 2011 Bild: Justin Sullivan/Getty Image

Windows 8 sei "eines der besten Dinge, die unserem Unternehmen je passiert sind" , sagte Paul Otellini einem Bericht von ZDnet(öffnet im neuen Fenster) zufolge auf einer Veranstaltung der Bank Credit Suisse. Die Tatsache, dass Windows 8 auch für ARM-Chips entwickelt wird, stelle für Intel keine Gefahr dar – solche Berichte bezeichnete Otellini als "Mythen" .

Auch für Intel, so der CEO weiter, ergäben sich durch Windows 8 Wachstumschancen. So sei es gerade für Unternehmen schwer, Tablets einzusetzen. Die Portierung eigener Anwendungen auf die neuen Geräte sei nicht nur schwer, dem stünden auch Sicherheitsbedenken im Wege, meinte Otellini.

Zudem biete Windows 8 neben der neuen Tablet-Oberfläche Metro auch die klassische Windows-Bedienung, zwischen der man mit einem Knopfdruck wechseln könne. Das mache das Portieren von bisherigen Anwendungen nochmals einfacher, sagte der Intel-Chef.

Keine Treiber und Apps für ARM-Windows?

Der ARM-Version von Windows fehle es anfangs vor allem an Anwendungen und Gerätetreibern , so Otellini weiter. "Das gibt uns und der x86-Architektur im Besonderen einen einzigartigen Vorteil, wenn Windows 8 auf den Markt kommt. Wir können alle Legacy-Anwendungen nutzen und auch jeden Treiber für Drucker, Mäuse oder jedes andere USB-Gerät."

Dass die Konsumenten derzeit eher von Geräten wie Tablets fasziniert sind, erkannte Otellini aber an. Über PCs sagte er: "Ich glaube, die sind ein bisschen fad geworden" . Das liegt seiner Meinung nach an einem dauernden Wettbewerb um die geringsten Preise, der zu einem Weglassen von Funktionen geführt habe.

Langfristig macht sich Otellini um den PC-Markt aber keine Sorgen. Mit den Ultrabooks wolle Intel den PC wieder einmal neu erfinden, sagte er, und das habe sein Unternehmen schon mehrfach getan.


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