Lükex 2011: Deutschland spielt Cyberwar

Was passieren würde, wenn Trojaner große Teile der IT-Infrastruktur in Deutschland lahmlegen, wird ab heute geprobt. BSI, Bundesamt für Katastrophenschutz und die Geheimdienste spielen mit.

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Frankfurt am Main
Frankfurt am Main (Bild: Thomas Lohnes/AFP/Getty Images)

Am 30. November 2011 begann in Deutschland die IT-Notstandsübung Lükex 2011. In dem Szenario haben massiv auftretende Varianten eines hochentwickelten Trojaners Flughäfen, den Telekommunikationssektor, das Bankenwesen und die öffentlichen Verwaltungen bei Bund und Ländern lahmgelegt.

An der zweitägigen Übung nehmen 3.000 Beschäftigte aus Bund und Ländern, Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie Hilfsorganisationen teil. Einbezogen sind die Bundesländer Hamburg, Niedersachsen, Sachsen, Thüringen und Hessen. Neben den Geheimdiensten Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst nehmen Bundespolizei, die Krisenstäbe von sechs Bundesministerien und Vertreter aus der Wirtschaft teil.

Lükex wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geführt.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU): "Die möglichen Schäden durch Cyber-Ausfälle oder -beeinträchtigungen sind enorm. Diese Lükex wird dazu beitragen, die Zusammenarbeit von Bund und Ländern sowie Organisationen und Unternehmen für mögliche Ernstfälle zu festigen."

BBK-Chef Christoph Unger hatte im Vorfeld erklärt, dass die IT-Infrastruktur von Krankenhäusern, Energieversorgern oder Flughäfen nicht ausreichend gegen Angriffe geschützt sei. "Das technische Know-how krimineller Hacker wächst schneller als wir darauf reagieren können", sagte er. Es sei ein "Hase-und-Igel-Spiel".

Die Menschen in Deutschland würden durch die Übung im Alltag in keinster Weise beeinträchtigt, versicherte Unger. "In erster Linie geht es darum, wie die einzelnen Organisationen und die jeweiligen Länder auf einen simulierten Cyberangriff reagieren und wie die Zusammenarbeit dann funktioniert."

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