US-Regierung: Facebook hat Gesundheit und Sicherheit der Nutzer gefährdet

Die US-Wettbewerbsaufsicht FTC hat von Facebook Zugeständnisse beim Datenschutz erzwungen. Dabei listet die Behörde eine Reihe von Fällen auf, in denen Nutzerdaten an die Werbekunden verkauft worden seien.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Facebook-Chef Mark Zuckerberg (Bild: Brian Snyder/Reuters)

Facebook hat sich in einem Vergleich mit der US-Regierung zu Zugeständnissen beim Datenschutz verpflichtet. Die Bundeshandelskommission FTC (Federal Trade Commission) erklärte, der Betreiber des sozialen Netzwerks habe sich bereiterklärt, für 20 Jahre Datenschutzstandards zu befolgen, deren Einhaltung von der Behörde überprüft werden. Änderungen bei der Veröffentlichung persönlicher Daten sollen künftig erst nach Zustimmung der Nutzer möglich sein.

Stellenmarkt
  1. Senior Fullstack Entwickler (m/w/d)
    mecom Medien-Communikations-Gesellschaft mbH, Hamburg
  2. (Full-Stack) Softwareentwickler - Schwerpunkt Web (m/w/d)
    LINEAS Informationstechnik GmbH, Braunschweig
Detailsuche

Die FTC hatte kritisiert, dass Facebook im Dezember 2009 Teile der Nutzerprofile ohne Zustimmung standardmäßig öffentlich gemacht habe, darunter den Namen, das Geschlecht und die Freundesliste. In der Beschwerdeliste heißt es, dass Facebook mit diesen Änderungen die "Gesundheit und Sicherheit" der Nutzer bedroht habe, indem "potenziell sensible" Bereiche wie die "politischen Ansichten, die sexuelle Orientierung oder Geschäftsbeziehungen" offengelegt worden seien.

Sehr vorsichtige Sanktionen der FTC gegen Facebook

Die FTC sprach zudem von "unfairem und irreführendem" Verhalten, weil Facebook den Nutzern versprochen habe, dass Apps von Drittanbietern nur die Nutzerinformationen erhalten würden, die sie unbedingt benötigten. In vielen Fällen hätten diese aber unbeschränkten Zugriff zu den Daten gehabt, so FTC-Chef Jon Leibowitz. Facebook würde Nutzerfotos und -videos trotz Zusagen nicht löschen, wenn ein Nutzer sein Konto schließe. Trotz gegenteiliger Versicherungen Facebooks würden Werbekunden eine spezielle Nutzer-ID erhalten, die mit den Daten im Browserverlauf des Nutzers kombiniert werden könne.

Facebook stimmte einem Datenschutz-Auditing zu, das alle zwei Jahre durchgeführt werden soll. Bei einem Verstoß gegen die Zusagen kann die FTC pro Tag eine Strafe von 16.000 US-Dollar verhängen, ein für Facebook sehr geringer Betrag.

Golem Akademie
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    21.–25. Februar 2022, Virtuell
  2. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    28. Februar–4. März 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Facebook-Chef Mark Zuckerberg kommentierte: "Ich bin der Erste, der zugibt, dass wir einen Haufen Fehler gemacht haben." Das Netzwerk werde nun zur Nummer eins bei Transparenz und Datenschutz. Zuckerberg ernannte zudem die beiden Anwälte Erin Egan und Michael Richter zu Chief Privacy Officers.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Sony äußert sich zur Übernahme von Activision Blizzard

Rund 20 Milliarden US-Dollar haben die Aktien von Sony verloren. Nun hat der Konzern erstmals den Kauf von Activision Blizzard kommentiert.

Microsoft: Sony äußert sich zur Übernahme von Activision Blizzard
Artikel
  1. Autonomes Fahren: Mercedes kauft sich beim Lidar-Hersteller Luminar ein
    Autonomes Fahren
    Mercedes kauft sich beim Lidar-Hersteller Luminar ein

    Autonom fahrende Autos müssen ihre Umgebung abtasten. Dafür hat sich Mercedes beim Sensorhersteller Luminar eingekauft.

  2. Mining und Besitz: Russland plant Verbot von Kryptowährungen
    Mining und Besitz
    Russland plant Verbot von Kryptowährungen

    Die russische Zentralbank hat vorgeschlagen, sowohl die Nutzung von Kryptowährungen als auch das Schürfen zu verbieten.

  3. Parallel Systems: Ehemalige SpaceX-Mitarbeiter entwickeln neuartige Güterzüge
    Parallel Systems
    Ehemalige SpaceX-Mitarbeiter entwickeln neuartige Güterzüge

    Das Startup Parallel Systems will konventionelle Züge durch modulare Fahrzeuge mit eigenem Antrieb und Energieversorgung ersetzen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3070 989€ • The A500 Mini Retro-Konsole mit 25 Amiga-Spielen vorbestellbar 189,90€ • RX 6700 XT 12GB 869€ • LG OLED (2021) 40% günstiger (u.a. 65" 1.599€) • WD Black 1TB SSD 94,90€ • Lenovo Laptops (u.a. 17,3" RTX3080 1.599€) • MindStar (u.a. 32GB DDR5-6000 389€) [Werbung]
    •  /