Teampoison: Daten von UNDP-Mitarbeitern im Internet veröffentlicht

Die Gruppe Teampoison hat von einem Server der UNDP persönlche Daten entwendet und im Internet veröffentlicht. Die Sicherheitslücke sei geschlossen, die Daten nicht mehr aktuell, erklärte die UNDP.

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Teampoison: Daten von UNDP-Mitarbeitern im Internet veröffentlicht
(Bild: Teampoison/Screenshot: Golem.de)

Eine Gruppe, die sich Teampoison nennt, ist in das Computersystem des Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme, UNDP) eingedrungen. Dort habe sie persönliche Daten von Mitarbeitern kopiert und anschließend im Internet veröffentlicht, erklärte die Gruppe über Twitter.

Teampoison versteht die Aktion als Protest gegen die Vereinten Nationen. Diese seien "ein Schwindel" und der "bürokratische Kopf der Nato, der dazu benutzt wird, die Barbarei der kapitalistischen Elite zu legitimieren", heißt in einer Nachricht, die die Gruppe auf Pastebin veröffentlicht hat.

Mehrere hundert Datensätze

Mit der Nachricht hat Teampoison mehrere hundert Datensätze, bestehend aus Nutzername, E-Mail-Adresse und Passwort, dort eingestellt. Die meisten sind Zugangsdaten von UNDP-Mitarbeitern. Es sind aber auch solche von Mitarbeitern anderer Organisationen innerhalb und außerhalb der UN dabei.

Außerdem grüßte Teampoison auf der Seite die Gruppe Anonymous. Teampoison hat zusammen mit Anonymous die Operation Robin Hood ausgerufen, die sich gegen Banken und andere Finanzdienstleister richtet.

Älterer Server

Die Daten seien nicht mehr aktuell, sagte eine UNDP-Sprecherin der BBC. Sie stammten von einem älteren Server, auf dem Daten gespeichert gewesen seien, die nicht mehr aktiv seien. Der Server sei inzwischen vom Netz genommen worden. UNDP.org selbst sei davon nicht betroffen, betonte sie.

Teampoison war im Sommer 2011 während der Ausschreitungen in Großbritannien in das Blog vom Blackberry-Hersteller Research In Motion (RIM) eingedrungen und hatte angekündigt, die Adressen von Mitarbeitern an die Randalierer weiterzugeben, falls RIM Nachrichten und Kundendaten an die britische Polizei aushändige.

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