Roadmap: Intel bleibt für Pentium und Celeron bei Sandy Bridge

Im Netz ist Intels vollständige Roadmap für die Desktop-CPUs des Jahres 2012 aufgetaucht. Die neuen Grafikkerne mit Ivy-Bridge-Architektur sollen mehr als doppelt so schnell werden. Pentiums und Celerons profitieren jedoch noch kaum von der neuen Technik.

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Ivy Bridge im Blockdiagramm
Ivy Bridge im Blockdiagramm (Bild: Intel)

Das gab es selten: Im Forum von HWBot ist eine komplette NDA-Roadmap von Intel verlinkt. Sie ist bei Google Docs gespeichert. Mit diesen unverbindlichen Roadmaps zeigt Intel PC-Herstellern seine Pläne für ein Jahr im Voraus. Das nun aufgetauchte Dokument bezieht sich aber ausschließlich auf Desktop-CPUs und die zugehörigen Chipsätze.

Die Roadmap bestätigt dabei unter anderem die vor kurzem bekanntgewordenen Modellnummern und Taktfrequenzen für die ersten CPUs der Serie Core-i-3000 mit Ivy-Bridge-Architektur. Als Termin nennt Intel dabei nur das zweite Quartal 2012 und gibt keinen genaueren Termin an. Vor April ist also mit den Prozessoren nicht zu rechnen. Damit ist weiterhin nicht ausgeschlossen, dass die Notebook-CPUs mit Ivy-Bridge-Technik nicht schon vorher erscheinen.

Eine Überraschung hält die aktuelle Roadmap aber bei den Celerons und Pentiums bereit. Für diese sind 2012 nur sehr wenige Modelle auf Basis von Ivy Bridge vorgesehen. Nur ein Pentium, für den es noch keine Modellnummer gibt, soll im dritten Quartal als Nachfolger des noch aktuellen G860 erscheinen. Der G860 mit zwei Kernen bei 3 GHz ist derzeit Intels schnellste CPU unter 100 US-Dollar.

Bei den Celerons für Desktop-PCs gibt es der Roadmap zufolge keine Ivy-Bridge-Modelle bis zum Ende des Jahres 2012. Offenbar will Intel seine 32-Nanometer-Fabriken für Pentiums und Celerons weiter verwenden. Diese Modellreihen sind durch ihren geringen Preis und die für die meisten Anwendungen ausreichende Leistung vor allem in Schwellenländern stark gefragt.

Zahlreiche Benchmarks, die allerdings auf das Verhältnis zu Sandy Bridge normiert sind, gibt es in der Roadmap zur integrierten Grafik von Ivy Bridge. Sie soll bei den schnellsten Modellen mit dem Kern HD Graphics 4000 fast dreimal so schnell werden. Das gibt Intel jedenfalls beim Vergleich eines Core i7-2600 (Sandy Bridge) zum Core i7-3770 (Ivy Bridge) für den Graphics Score von 3DMark Vantage im Performance-Profil an. Immerhin noch 56 Prozent schneller soll das Konvertieren von Videos mit Hilfe der GPU (Quick Sync) mit Arcsofts Mediaconverter 7 beim Vergleich derselben Prozessoren werden.

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