Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Herausforderung ARM: AMD sucht nicht mehr den Kampf mit Intel

Ein einziger Satz eines AMD-Sprechers sorgt für Aufregung in der Onlinewelt. Manche Interpretationen gehen so weit zu behaupten, AMD könnte bereits 2012 aus der Entwicklung von x86-CPUs für Privatanwender aussteigen.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Nico Ernst
112 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
AMDs Hoffnungsträger FX mit Bulldozer-Architektur (Bild: PCGH)
AMDs Hoffnungsträger FX mit Bulldozer-Architektur Bild: PCGH

"Wir stehen am Scheideweg. Wir müssen uns von der alten Einstellung 'AMD kontra Intel' verabschieden, denn darum wird es nicht mehr gehen'" . Das sagte AMD-Sprecher Mike Silverman gegenüber Mobile Tech Today(öffnet im neuen Fenster) . Die Webseite gehört der US-Tageszeitung San Jose Mercury News. Der Bericht nutzt dieses Zitat für eine ausführliche Analyse der wirtschaftlichen und technischen Schwierigkeiten, die beide Chiphersteller im Konkurrenzkampf gegen ARM gerade haben.

Zusammengefasst: Wenn x86-CPUs, egal ob von AMD oder Intel, nicht schnell sparsamer werden, bleiben die Lizenznehmer von ARM-Prozessoren die Gewinner im boomenden Markt für Smartphones, Tablets und andere mobile Geräte. Daher könnte AMD sich auch um eine ARM-Lizenz bemühen, so das Medium aus dem Silicon Valley. Einen Beleg dafür gibt die Mobile Tech nicht an.

Der in US-Medien und sozialen Netzen vielfach zitierte Bericht nimmt in der Folge seiner Übermittlung nach dem Prinzip 'Stille Post'(öffnet im neuen Fenster) aber derzeit eine ganz andere Wendung. So spekuliert das Blog The Verge(öffnet im neuen Fenster) über eine Verbindung von ARM-Kernen mit AMD-Grafik. Dass dabei noch der von AMD nicht mehr verwendete Markenname ATI genannt wird, sei hier nur am Rande erwähnt.

In manchen Beiträgen bei Google+(öffnet im neuen Fenster) wird aus dem AMD-Zitat sogar die Aussage, dass die Tage der x86-Architektur für Privatanwender gezählt seien. Als Nachweis soll dienen, dass Windows 8 auch für ARM-CPUs entwickelt wird und es Apple leichtfallen könnte, sein Mac OS auch auf den hauseigenen A-CPUs von iPhone und iPod zu portieren.

Spätestens die CES im Januar 2012 wird zu all diesen Spekulationen, zumindest für das kommende Jahr, etwas Klarheit bringen. Intel hatte bereits im Frühling 2011 eine Atom-Initiative versprochen und konnte im Herbst dann das erste x86-Smartphone mit Android zeigen. Breitgefächerte Produktankündigungen blieben aber bisher aus.

Nachtrag vom 30. November 2011, 12:20 Uhr

Gegenüber The Verge, das die Meldung als erstes US-Blog aufgegriffen hatte, hat AMD die Gerüchte über einen Ausstieg aus dem x86-Geschäft dementiert(öffnet im neuen Fenster) . Der Chiphersteller teilte schriftlich mit, man fühle sich "dem x86-Markt verpflichtet" . Künftige Entwicklungen seien auf "geringere Leistungsaufnahme, Schwellenländer und die Cloud" ausgerichtet.


Relevante Themen