Angle: Vollständige Implementierung von OpenGL ES 2.0 für Windows
Im März 2011 hat Google das Projekt Angle - Almost Native Graphics Layer Engine - vorgestellt, um die Darstellung von WebGL unter Windows zu beschleunigen. Zum Start stellte Angle nur eine Untermenge des APIs OpenGL ES 2.0 zur Verfügung. Gemeinsam mit Transgaming haben Google-Entwickler Angle aber erweitert, so dass Angle mittlerweile die Testsuite von OpenGL ES 2.0 besteht(öffnet im neuen Fenster) .
Unter Linux und Mac OS X steht OpenGL-Unterstützung von Hause aus zur Verfügung, unter Windows aber sind entsprechende Treiber nicht ausreichend weit verbreitet, als dass sich Entwickler darauf verlassen können, solche Treiber vorzufinden.
Angle wandelt Befehle für OpenGL ES daher in Kommandos für Microsofts Direct3D 9 um. Genutzt wird dies von Google in dessen Browser Chrome, um WebGL unter Windows darzustellen, schließlich basiert WebGL auf OpenGL ES 2.0. So kann Chrome mit einer einheitlichen WebGL-Implementierung für alle unterstützten Betriebssysteme arbeiten, zugleich aber auch unter Windows eingesetzt werden.
Da es sich bei Angle um eine eigenständige Bibliothek handelt, kann die Software auch von anderen Browsern verwendet werden. So wird sie beispielsweise auch bei Firefox verwendet, um WebGL-Inhalte unter Windows darzustellen.
Microsoft lehnt WebGL trotz Kritik aus den eigenen Reihen bislang ab. Daher ist nicht damit zu rechnen, dass der Internet Explorer den Standard für 3D-Grafik im Browser in naher Zukunft unterstützen wird.