Microsoft: "Xbox Live wurde nicht gehackt"

Schon länger gibt es Berichte über Angriffe auf Nutzerkonten von Xbox Live, jetzt meldet sich Microsoft nach einem Bericht der britischen The Sun zu Wort. Angeblich gibt es keinen Hack des Spielenetzwerks, sondern viele Phishing-Angriffe.

Artikel veröffentlicht am ,
Xbox Live
Xbox Live (Bild: Microsoft)

"Xbox Live wurde nicht gehackt." Mit dieser Aussage hat Microsoft auf eine Meldung des britischen Boulevardmagazins The Sun reagiert. Die Zeitung hatte am 22. November 2011 auf der Titelseite berichtet, dass Xbox Live im Mittelpunkt von großangelegten Betrugsaktivitäten stehe. Offenbar geht es dabei im Kern um ein Problem, das schon etwas länger bekannt ist: Spieler haben plötzlich keinen Zugriff mehr auf ihr Nutzerkonto, stattdessen müssen sie Abbuchungen von ihrem Kreditkarten- oder dem MS-Punktekonto feststellen. Auffällig ist, dass dabei oft das Sportspiel Fifa 12 eine Rolle spielt, das sich plötzlich im Account des Nutzers befindet.

Stellenmarkt
  1. Expertise Lead (m/w/d) Identity & Access Management Processes
    ING Banking, Frankfurt am Main
  2. Systemadministrator (m/w/d)
    Ruhrbahn GmbH, Essen
Detailsuche

Angeblich geht es um "Premium Gold Packs" (Spielerkarten für das Ultimate Team) des Sportspiels, die Betrüger dann gewinnbringend weiterreichen können. Als verdächtig gelten laut einem aktuellen Bericht des Guardian sowohl chinesische als auch russische Banden. Angeblich sind weniger als eine Million Mitglieder von Xbox Live betroffen.

Nach Darstellung von Microsoft handelt es sich um Phishing-Angriffe. Die Spieler hätten eine offiziell wirkende, aber fingierte Mail erhalten und bei der Antwort ihr Passwort mit angegeben, das die Betrüger dann einfach selbst verwendet hätten. The Sun wiederum antwortet in einem aktuellen Artikel, dass sich zahlreiche Leser gemeldet hätten, die sagen, dass sie keine derartigen Daten herausgegeben hätten. Bei vielen habe es Abbuchungen in Höhe von 42,50 Pfund gegeben - was knapp unterhalb der Schwelle liege, ab der Banken eine Freigabe vornehmen müssen.

Ganz klar scheint aber auch Microsoft nicht zu sein, was vor sich geht. Das Unternehmen untersucht die Vorgänge nach eigenen Angaben intensiv gemeinsam mit den betroffenen Kunden. Es hat außerdem kurzfristig seine englischsprachige Supportseite um Sicherheitshinweise - insbesondere den regelmäßigen Wechsel des Passworts - sowie Kontaktmöglichkeiten ergänzt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Lego Builder's Journey im Test
Knuffige Klötzchen knobeln

Zwei Figuren und viele Welten: Lego Builder's Journey erzählt die Geschichte einer Reise - und sieht mit Raytracing verblüffend real aus.
Ein Test von Marc Sauter

Lego Builder's Journey im Test: Knuffige Klötzchen knobeln
Artikel
  1. Forscher: Legalisierung von Online-Casinos birgt Suchtgefahren
    Forscher
    Legalisierung von Online-Casinos birgt Suchtgefahren

    Am 1. Juli legalisiert der Glücksspiel-Staatsvertrag Online-Spielbanken in Deutschland. Forscher warnen vor den Suchtgefahren.

  2. Kriminalität: Zoll gelingt Schlag gegen Waffenhandel im Darknet
    Kriminalität
    Zoll gelingt Schlag gegen Waffenhandel im Darknet

    13 Schusswaffen und fast 1.400 Patronen konnte die Polizei bei einem illegalen Waffenhändler und seinen Kunden sicherstellen.

  3. Anti-Virus: John McAfee tot im Gefängnis aufgefunden
    Anti-Virus
    John McAfee tot im Gefängnis aufgefunden

    John McAfee ist tot in einer Gefängniszelle gefunden worden. Ihm drohte eine Auslieferung von Spanien in die USA.

Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Mega-Wiedereröffnung bei MediaMarkt - bis zu 30 Prozent Rabatt • Gigabyte M27Q 27" WQHD 170Hz 338,39€ • Dualsense Midnight Black + Ratchet & Clank Rift Apart 99,99€ • Samsung SSD 980 Pro PCIe 4.0 1TB 166,59€ • 6 Blu-rays für 30€ [Werbung]
    •  /