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TV-Videoplattform: Hulu prüft Expansion nach Deutschland

Ein Topmanager verhandelt mit Fernsehsendern über ein deutsches Hulu. Gestartet werden soll die TV-Videoplattform mit einem reduzierten Streaming angebot.
/ Achim Sawall
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Hulu-Chef Jason Kilar im September 2011 (Bild: Toshifumi Kitamura/AFP/Getty Images)
Hulu-Chef Jason Kilar im September 2011 Bild: Toshifumi Kitamura/AFP/Getty Images

Hulu prüft einen Einstieg in den deutschen Markt. Das berichtet das Werbebranchenmagazin Horizont.net(öffnet im neuen Fenster) . Ein Team unter Hulu Senior Vice President Johannes Larcher soll die Verhandlungen mit möglichen Partnern führen. Wegen der Urheberrechtssituation in Deutschland werde an einen Start mit einem reduzierten Angebot gedacht.

Hulu gehört den Medienkonzernen News Corporation, der Walt Disney Company und dem Kabelnetzbetreiber Comcast über dessen Beteiligung an NBC Universal. Mit Hulu Plus bietet das Unternehmen auch ein kostenpflichtiges Monatsabo an, das erweiterten Zugriff auf das Archiv der Plattform bietet und von über 1 Million Kunden genutzt wird. Im Jahr 2011 machte das Unternehmen einen Umsatz von 500 Millionen US-Dollar.

Eine Nutzung außerhalb der USA unterbindet Hulu per IP-Sperre. Hulu hat laut der Reichweitenerfassung von Comscore monatlich 28 Millionen Nutzer.

Die TV-Videoplattform Hulu sollte kürzlich verkauft werden. Die Verhandlungen scheiterten aber am Kaufpreis, den Lizenzverträgen für die Fernsehinhalte und Befürchtungen der Eigner, ihre Inhalte in die Hände von branchenfremden Unternehmen zu geben. Hulu stand für über 2 Milliarden US-Dollar zum Verkauf. Nach unbestätigten Berichten hatte Apple ein Angebot vorbereitet. Auch Google, Microsoft, AT&T und Yahoo wollten die Streamingplattform kaufen.

Das Bundeskartellamt hatte im März 2011 der geplanten gemeinsamen Onlinevideoplattform von RTL und ProSiebenSat.1 eine Absage erteilt. Die Gründung der gemeinsamen Plattform würde das marktbeherrschende Duopol der beiden Sendergruppen auf dem Markt für Fernsehwerbung weiter verstärken. Eine offene Plattform hätte das Kartellamt wahrscheinlich erlaubt, doch die Sender seien nicht bereit gewesen, ihr Projekt so weit zu öffnen, erklärte das Kartellamt.


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