• IT-Karriere:
  • Services:

Urheberrecht: GVU will Streaming-Portalen Werbegelder entziehen

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) will illegalen Streaming-Portalen den Geldhahn zudrehen. Dazu sollen Unternehmen keine Werbeanzeigen mehr auf den Portal-Websites schalten.

Artikel veröffentlicht am ,
Aktuelle Filme im Angebot bei Kino.to, vor der Schließung
Aktuelle Filme im Angebot bei Kino.to, vor der Schließung (Bild: kino.to)

Das große Geld wird im Internet mit Werbung gemacht. Je mehr Nutzer Werbeanzeigen lesen und anklicken, desto mehr lohnt sich das Werbegeschäft. Das wissen auch die Betreiber von nicht lizenzierten Streaming-Portalen. Sie locken Millionen Nutzer mit kostenlosen Musik- und Filmangeboten und vermarkten sich so als ideale Werbeplattformen. Davon profitieren alle Beteiligten - auf Kosten der Rechteinhaber. Das möchte Matthias Leonardy, Geschäftsführer der GVU, ändern. Er hat die Werbewirtschaft aufgefordert, "umgehend Mechanismen zu implementieren, die eine Platzierung von Werbemitteln auf den Seiten der digitalen Hehler unterbinden."

Stellenmarkt
  1. Dataport, verschiedene Standorte
  2. finanzen.de, Berlin

Leonardy kritisierte die werbenden Unternehmen gestern auf dem 5. DACH-Branchenforum scharf: "Es ist schon unerträglich, dass wertvolle Medieninhalte der Kreativwirtschaft als 'Lockmittel' missbraucht werden, indem ihre Attraktivität ausgebeutet wird, um dubiose Onlinedienste zu vermarkten. Es ist aber zusätzlich ein Unding, dass dabei zum Teil namhafte Anbieter durch Bewerbung ihrer Produkte und Dienste als Financiers solcher Kriminellen wirken." Sollten die "schwarzen Schafe der Werbewirtschaft, die kommerziell betriebene Raubkopien-Angebote durch Onlinewerbung finanzieren", ihre Praxis nicht ändern, hätten sie mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.

Die GVU konnte kürzlich mit der Schließung des Streaming-Portals Kino.to einen Erfolg im Kampf gegen illegale Streaming-Portale vermelden. Der Erfolg war allerdings nicht von Dauer. Bereits kurze Zeit später startete der Nachfolger KinoX.to.

Im vergangenen Jahr hat die GVU laut ihrem Jahresbericht 595 neue Ermittlungen in Fällen von Urheberrechtsverletzungen aufgenommen. Insgesamt wurden 367 Verfahren eingeleitet und 422 Verfahren "erfolgreich abgeschlossen". Die große Mehrzahl der Verfahren betraf die nicht lizenzierte Verbreitung von Filmen und Computerspielen.

Bei ihrer Arbeit bekommt die GVU nach eigenen Angaben "in vielen Fällen Informationen aus der Szene", die letzten Endes in Strafanträge gegen mutmaßliche Urheberrechtsverletzer münden. In der überwiegenden Anzahl der Fälle wird die GVU jedoch von sich aus aktiv.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Red Dead Redemption 2 für 47,99€, Sid Meier's Civilization 6 für 16,99€, The Outer...
  2. (u. a. The Crew 2 für 14,99€, Total War Rome 2 - Spartan Edition für 7,99€ und ARK: Survival...
  3. (u. a. Acer Predator XN3, 24,5 Zoll, für 299,00€ und Acer KG1, 24 Zoll, für 179,00€)
  4. 29,99€ (Bestpreis)

Bibabuzzelmann 24. Nov 2011

Will sie uns wirklich von den ganzen PornoPopups befreien, die auf solchen Seiten...

9life-Moderator 24. Nov 2011

Bei Kino.to gab es Viren? Was habe ich nur all die Jahre falsch gemacht, dass ich mir nie...

7hyrael 24. Nov 2011

Um geschäftsführer einer solchen vereinigung zu werden muss man ja auch nichts können...

Charles Marlow 24. Nov 2011

Und wird sicherlich "kolossalen" Erfolg gegen Firmen haben, die noch nicht einmal selber...

moppi 24. Nov 2011

am besten auch gleich die firmen verglagen die die werbung schalten und gleich dicht...


Folgen Sie uns
       


Halo (2001) - Golem retro_

2001 feierte der Master Chief im Klassiker Halo: Kampf um die Zukunft sein Debüt. Wir blicken zurück und merken, wie groß der Einfluss des Spiels wirklich ist.

Halo (2001) - Golem retro_ Video aufrufen
IT-Gehälter: Je nach Branche bis zu 1.000 Euro mehr
IT-Gehälter
Je nach Branche bis zu 1.000 Euro mehr

Wechselt ein ITler in eine andere Branche, sind auf dem gleichen Posten bis zu 1.000 Euro pro Monat mehr drin. Welche Industrien die höchsten und welche die niedrigsten Gehälter zahlen: Wir haben die Antworten auf diese Fragen - auch darauf, wie sich die Einkommen 2020 entwickeln werden.
Von Peter Ilg

  1. Softwareentwickler Der Fachkräftemangel zeigt sich nicht an den Gehältern

Lovot im Hands-on: Knuddeliger geht ein Roboter kaum
Lovot im Hands-on
Knuddeliger geht ein Roboter kaum

CES 2020 Lovot ist ein Kofferwort aus Love und Robot: Der knuffige japanische Roboter soll positive Emotionen auslösen - und tut das auch. Selten haben wir so oft "Ohhhhhhh!" gehört.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Orcam Hear Die Audiobrille für Hörgeschädigte
  2. Viola angeschaut Cherry präsentiert preiswerten mechanischen Switch
  3. Consumer Electronics Show Die Konzept-Messe

Elektroautos in Tiefgaragen: Was tun, wenn's brennt?
Elektroautos in Tiefgaragen
Was tun, wenn's brennt?

Was kann passieren, wenn Elektroautos in einer Tiefgarage brennen? Während Brandschutzexperten dringend mehr Forschung fordern und ein Parkverbot nicht ausschließen, wollen die Bundesländer die Garagenverordnung verschärfen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Mercedes E-Econic Daimler elektrifiziert den Müllwagen
  2. Umweltprämie für Elektroautos Regierung verzögert Prüfung durch EU-Kommission
  3. Intransparente Preise Verbraucherschützer mahnen Ladenetzbetreiber New Motion ab

    •  /