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Cloudspeicher: Ubuntu One verzichtet auf CouchDB

Der Cloudspeicher Ubuntu One wird künftig weder CouchDB noch Desktopcouch unterstützen. Aus Zeitmangel wird die neue Implementierung in Ubuntu 12.04 die Synchronisierung bestimmter Daten eventuell nicht leisten können.
/ Sebastian Grüner
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Ubuntu One künftig ohne CouchDB (Bild: Canonical)
Ubuntu One künftig ohne CouchDB Bild: Canonical

Der Cloud-Service von Canonical Ubuntu One(öffnet im neuen Fenster) wird künftig fast komplett ohne CouchDB(öffnet im neuen Fenster) betrieben, das geben die Entwickler in einer Mailingliste bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Demnach sollen lediglich die Datenbanken für Kontakte, Playlists und Notizen erhalten bleiben, damit die damit verbundenen Dienste weiterbetrieben werden können. Ein direkter Zugriff auf diese Datenbanken ist Nutzern künftig jedoch verwehrt. Darüber hinaus sollen sämtliche anderen Datenbanken gelöscht werden.

Aufgabe von CouchDB und Desktopcouch

Die Abkehr von CouchDB wird damit begründet, dass die NoSQL-Datenbank den speziellen Herausforderungen von Ubuntu One nicht gewachsen sei. Zwar hätten die Entwickler "die vergangenen drei Jahre mit dem Unternehmen hinter CouchDB" zusammengearbeitet, die aufgetretenen Probleme konnten jedoch nicht gelöst werden. Die bisher eingesetzte CouchDB-Lösung sei den Millionen von Nutzern nicht gewachsen und verursache zu viel Last auf leistungsschwachen Client-PCs.

Das Ubuntu-One-Paket von Ubuntu 12.04 soll weder von CouchDB noch von Desktopcouch(öffnet im neuen Fenster) abhängen, mit dem einfach auf CouchDB-Datenbanken zugegriffen werden kann. Deshalb fordern die Entwickler die Ubuntu-Gemeinschaft auf zu überdenken, ob die beiden Pakete im Main-Repository verbleiben sollen. Vor allem weil die Ubuntu-One-Entwickler ihre Unterstützung für die Datenbank und die Anwendung einstellen und noch keine Maintainer für beides gefunden sind.

Ersatz für CouchDB

Statt der NoSQL-Datenbank wollen die Entwickler eine eigene Lösung erstellen, basierend auf dem, was "sie dazugelernt haben" und so die Probleme überwinden. Unter dem Namen Ubuntu One Database(öffnet im neuen Fenster) (U1DB) sollen "lediglich eine Abstraktionsschicht und eine API-Definition" erstellt werden, auf die existierende Werkzeuge aufsetzen können.

Dem derzeitigen Entwurf(öffnet im neuen Fenster) ist zu entnehmen, dass U1DB auf verschiedenen Plattformen laufen soll und Datenbanken wie SQLite oder MySQL zum Einsatz kommen sollen. Da dem Entwicklerteam Zeit und Ressourcen fehlen, kann es nur "versprechen" , dass die Referenzimplementierung zeitgleich mit Ubuntu 12.04 fertig sein wird. Dementsprechend werde Ubuntu One bis dahin auch keine standfeste Lösung bieten können, um beliebig strukturierte Daten zu synchronisieren, schreiben die Entwickler.


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