• IT-Karriere:
  • Services:

Durchblick: US-Wissenschaftler testen Kontaktlinse mit Bildschirm

US-Wissenschaftler haben ein Display, das drahtlos mit Strom versorgt wird, in eine Kontaktlinse integriert. Tests haben gezeigt, dass das System das Auge nicht schädigt. Als Nächstes wollen sie die Auflösung des Displays verbessern.

Artikel veröffentlicht am ,
Kontaktlinse mit Bildschirm: Fresnel-Linse integriert
Kontaktlinse mit Bildschirm: Fresnel-Linse integriert (Bild: University of Washington)

Wissenschaftler in den USA haben eine Kontaktlinse entwickelt, die als Bildschirm dient. So können Daten oder Bilder direkt ins Auge übertragen werden. Bislang mangelt es aber noch an der Auflösung.

Stellenmarkt
  1. iS Software, Regensburg
  2. ENERCON GmbH, Aurich bei Emden

In die Kontaktlinse sind ein Chip, eine etwa fünf Millimeter lange Antenne sowie eine Leuchtdiode (LED) integriert, die das Bild erzeugen. Daten und Energie werden drahtlos übertragen. Damit das Auge den Bildschirminhalt erkennen kann, wurde in die Kontaktlinse zusätzlich eine Fresnel-Linse integriert. Diese soll die kurze Distanz zwischen Auge und Bildschirm ausgleichen. Ein menschliches Auge kann Gegenstände erst dann scharf sehen, wenn diese mehrere Zentimeter entfernt sind. Die Schärfe ist allerdings noch nicht nötig: Das Display besteht nur aus einer LED, hat also eine Auflösung von 1 Pixel.

Geringere Reichweite im Auge

Die Forscher von der Universität des US-Bundesstaates Washington um Projektleiter Babak Parviz haben in Tests gezeigt, dass das System grundsätzlich funktioniert und auch in der Praxis gefahrlos eingesetzt werden kann: Die Kontaktlinse lasse sich auf eine Entfernung von 1 Meter drahtlos mit Strom versorgen, schreiben sie im Journal of Micromechanics and Microengineering. Allerdings verringerte sich die Entfernung stark, wenn ein Versuchskaninchen die Linse trug: Dann hatte der Energiesender nur noch eine Reichweite von etwa zwei Zentimetern.

Die Wissenschaftler haben die Linsen an Kaninchen getestet, um herauszufinden, ob diese das Auge schädigen können. Die Linsen erwiesen sich als harmlos. Die Kaninchenaugen wiesen keine Schäden oder Abschürfungen auf. Die Kaninchen waren für den Test betäubt worden.

Text anzeigen

Die Forscher um Parviz hatten einen ersten Prototyp des Kontaktlinsendisplays bereits 2008 vorgestellt. Nachdem sie jetzt deren Unschädlichkeit zeigen konnten, wollen sie das System weiterentwickeln, vor allem was die Auflösung angeht. Nächstes Ziel sei, Text durch die Kontaktlinse darstellen zu lassen, sagte Parviz der BBC.

Fernziel ist, das System zu einem richtigen Bildschirm weiterzuentwickeln. Darauf kann sich der Nutzer Informationen zu seiner Umgebung einblenden lassen, etwa die Richtung, in die er mit dem Auto abbiegen muss oder Bewertungen eines Restaurants. Er soll es aber auch als ganz normalen Bildschirm nutzen können, auf dem er unterwegs Bilder betrachten oder E-Mails lesen kann.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 11,69€ (Bestpreis!)
  2. (aktuell u. a. Amazon Basics günstiger (u. a. AXE Superb 128 GB USB 3.1 SuperSpeed USB-Stick für...
  3. (u. a. Digitus S7CD Aktenvernichter für 24,99€, Krups Espresso-Kaffee-Vollautomat EA 8150 für...
  4. (u. a. Sandisk Extreme PRO NVMe 3D SSD 1TB M.2 PCIe 3.0 für 145,90€ (mit Rabattcode...

ec 24. Nov 2011

Na, die Linse ist ja nicht soo steif mit dem Auge verbunden, dass sie immer jede Bewegung...

blubberlutsch 23. Nov 2011

Genau, ich musste auch noch alles handschriftlich auf die Innenseite meines Augenlides...

__destruct() 23. Nov 2011

Bei Motorrädern mit ihrem geringen Gewicht und trotzdem sehr starken Motoren ist diese...

kevin18x5 23. Nov 2011

was anderes kann ich mir da gar nicht vorstellen..

__destruct() 23. Nov 2011

Ich sehe dort zwar nur 7x7px, aber von Grundsatz her gebe ich dir Recht: Da ist mehr als 1px.


Folgen Sie uns
       


Drohnenflug am Strand mit Google Earth Studio - Tutorial

Wir zeigen im kurzen Tutorial, wie man in Earth Studio eine einfache Animation erstellt.

Drohnenflug am Strand mit Google Earth Studio - Tutorial Video aufrufen
Programmiersprache Go: Schlanke Syntax, schneller Compiler
Programmiersprache Go
Schlanke Syntax, schneller Compiler

Die objektorientierte Programmiersprache Go eignet sich vor allem zum Schreiben von Netzwerk- und Cloud-Diensten.
Von Tim Schürmann


    Indiegames-Rundschau: Stadtbaukasten trifft Tentakelmonster
    Indiegames-Rundschau
    Stadtbaukasten trifft Tentakelmonster

    Traumstädte bauen in Townscaper, Menschen fressen in Carrion und Bilderbuchgrusel in Creaks: Die neuen Indiegames bieten viel Abwechslung.
    Von Rainer Sigl

    1. Indiegames-Rundschau Licht aus, Horror an
    2. Indiegames-Neuheiten Der Saturnmond als galaktische Baustelle
    3. Indiegames-Rundschau Dunkle Seelen im Heavy-Metal-Rausch

    Threat-Actor-Expertin: Militärisch, stoisch, kontrolliert
    Threat-Actor-Expertin
    Militärisch, stoisch, kontrolliert

    Sandra Joyces Fachgebiet sind Malware-Attacken. Sie ist Threat-Actor-Expertin - ein Job mit viel Stress und Verantwortung. Wenn sie eine Attacke einem Land zuschreibt, sollte sie besser sicher sein.
    Ein Porträt von Maja Hoock

    1. Emotet Die Schadsoftware Trickbot warnt vor sich selbst
    2. Loveletter Autor des I-love-you-Virus wollte kostenlos surfen
    3. DNS Gehackte Router zeigen Coronavirus-Warnung mit Schadsoftware

      •  /