Wigig: CES als Startschuss für drahtloses HDMI und PCI-Express

Die Entwicklung des Standards 802.11ad alias Wigig für drahtlose Gigabit-Netze macht Fortschritte. Auf der CES 2012 soll es erste Produkte zu sehen geben, die inzwischen auch untereinander funktionieren.

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Beamforming mit WiGig für mehrere Geräte
Beamforming mit WiGig für mehrere Geräte (Bild: WiGig Alliance)

Was seit Jahren als Funk im 60-GHz-Band entwickelt wird, steht kurz davor, ein herstellerübergreifender Standard zu werden. Das Ziel ist die Nutzung des bisher weitgehend freien Frequenzbandes um 60 GHz für Datenübertragungen von mehreren Gigabit pro Sekunde. Eines der beteiligten Unternehmen, Wilocity, sagte nun gegenüber Cnet, dass bereits im Oktober 2011 ein erstes sogenanntes Plugfest stattgefunden hat.

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Bei diesen Veranstaltungen prüfen die Hersteller einer neuen Technologie ihre Produkte untereinander. Die Wigig Alliance, der neben Wilocity unter anderem auch Intel, Microsoft, Cisco, AMD, Mediatek und Nvidia angehören, macht sich nun ebenso wie das Normierungsgremium IEEE für den Standard stark.

Bisher, so Wilocity gegenüber Cnet, habe die Entwicklung schon mehr Fortschritte gemacht als der letzte WLAN-Standard 802.11n zum selben Zeitpunkt seines Entstehens. Um diese Norm gab es jahrelangen Streit, der darin gipfelte, dass viele Hardwareanbieter Geräte auf den Markt brachten, noch bevor der Standard festgeschrieben war. Zur CES erwartet Wilocity zahlreiche Ankündigungen von weiteren Herstellern.

Dafür spricht auch, dass es laut der Wigig Alliance inzwischen schon die Spezifikation 1.1 des Standards gibt. Wilocity, das 2007 von Ex-Intel-Mitarbeitern gegründet wurde, geht in seinen Präsentationen auch so weit, drahtloses PCI-Express über 60-GHz-Netze vorzuschlagen. Damit ließen sich, wie bei Thunderbolt, auch alle Chips für bisherige Standards wie HDMI und USB 3.0, die per PCIe angebunden sind, an einer Gegenstelle nutzen.

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Dennoch ist der 60-GHz-Funk prinzipbedingt kein Ersatz für WLAN, denn die Signale kommen kaum durch eine Wand oder auch nur durch weniger dichte Gegenstände oder Personen. Wilocity sieht die Technik daher vor allem als schnelle Verbindung für die Übertragung von Video oder zum Synchronisieren von Geräten. Dafür erreichen die Chips von Wilocity bereits 4 Gigabit pro Sekunde, geplant sind 7 GBit/s. Für die Hausvernetzung soll aber weiterhin WLAN dienen.

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