Abo
  • Services:
Anzeige
Sharon Conheady prüft Unternehmen auf Schwachstellen.
Sharon Conheady prüft Unternehmen auf Schwachstellen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Sicherheit: Facebook ersetzt die Mülltonne

Sharon Conheady prüft Unternehmen auf Schwachstellen.
Sharon Conheady prüft Unternehmen auf Schwachstellen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Deepsec 2011 Das größte Sicherheitsrisiko im Unternehmen ist der Mensch, sagt Sicherheitsexpertin Sharon Conheady. Statt Mülltonnen durchwühlen Cyberkriminelle heute soziale Netzwerke nach Informationen über ihre Opfer.

Betrüger nutzen soziale Medien zunehmend, um Mitarbeiter von Unternehmen auszuspionieren, sagt Sicherheitsexpertin Sharon Conheady. Mit den gesammelten Informationen versuchen sie, Passwörter zu erraten oder sich Zutritt zu Büroräumen zu verschaffen. Dass sie damit häufig erfolgreich sind, ist menschlichen Schwächen geschuldet, die sich Betrüger schon seit Jahrhunderten zunutze machen.

Anzeige

Conheady hat es sich zum Beruf gemacht, Unternehmen auf Sicherheitslücken zu überprüfen. Dafür verschafft sie sich Zugang zum Unternehmensnetzwerk oder direkt zum Unternehmen und setzt dabei unter anderem auf Obrigkeitshörigkeit und Hilfsbereitschaft. Ein einfaches Fax mit einer fiktiven Terminvereinbarung reicht ihr, um sich Zutritt zu einem Unternehmen zu verschaffen. Das ist noch einfacher, als sich zum Beispiel mit einem gelben Schutzhelm als Mitarbeiter eines Elektrizitätswerks zu tarnen. Oder sie stellt sich mit zwei Pappbechern mit Kaffee in der Hand vor die Tür eines Büros - und wartet, dass ihr ein Mann die Tür öffnet, was meistens ohne Nachfrage geschieht.

Wie Betrüger bedient sich auch Conheady der Informationen, die sie in sozialen Netzwerken findet, um Angriffspunkte zu finden. Über Facebook, Twitter oder Linkedin erführen Betrüger meist mehr über ihre Opfer als beim Durchwühlen einer Mülltonne, sagt sie.

Lieblingspizza als Eingangsschlüssel

Ein Mitarbeiter des IT-Bereichs einer Firma, der nicht auf seine Privatsphäreeinstellungen geachtet hatte, gab Conheady bei Facebook die Informationen, die sie für einen Einbruch brauchte. Er hatte eine Umfrage beantwortet, wo nach allen möglichen Details gefragt wurde, die gern als Geheimfrage benutzt werden, um zum Beispiel E-Mail-Konten zu sichern. Er erzählte bei Facebook auch, dass er eine bestimmte Pizza besonders gerne aß. Verkleidet mit einem T-Shirt der Pizzakette, das sie für wenige Euro über eBay erworben hatte, verschaffte sich Conheady als Pizzabote Zugang zu dem Unternehmen. Nebenbei installierte sie ungestört einen Keylogger über einen USB-Stick auf einem Rechner.

Betrugsmaschen seit Jahrtausenden gleich 

eye home zur Startseite
Kugelfisch_dergln 24. Nov 2011

...der da: http://www.sadanduseless.com/wp-content/uploads/2011/04/steve-buscemi.jpg

AsgarSerran 23. Nov 2011

Das waren aber auch nicht alle Daten. http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-11...

vordprefect 23. Nov 2011

Hi, wer mehr darüber erfahren möchte sei dieses Buch empfohlen: Untertitel: Controlling...

narf 23. Nov 2011

mir letzlich bei einem grossen energiedienstleister passiert: hier muss man normalerweise...

asynchron 23. Nov 2011

... leider empfindet die Mehrheit den Datenschutz als eine zusätzliche Last. Und dass man...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. TADANO FAUN GmbH, Lauf an der Pegnitz / bei Nürnberg
  2. FILIADATA GmbH, Karlsruhe
  3. AVL List GmbH, Graz (Österreich)
  4. WKM GmbH, München


Anzeige
Top-Angebote
  1. 299,00€
  2. 69,00€
  3. 222,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Die Woche im Video

    Verbogen, abgehoben und tiefergelegt

  2. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter

  3. Ubisoft

    Far Cry 5 bietet Kampf gegen Sekte in und über Montana

  4. Rockstar Games

    Waffenschiebereien in GTA 5

  5. Browser-Games

    Unreal Engine 4.16 unterstützt Wasm und WebGL 2.0

  6. Hasskommentare

    Bundesrat fordert zahlreiche Änderungen an Maas-Gesetz

  7. GVFS

    Windows-Team nutzt fast vollständig Git

  8. Netzneutralität

    Verbraucherschützer wollen Verbot von Stream On der Telekom

  9. Wahlprogramm

    SPD fordert Anzeigepflicht für "relevante Inhalte" im Netz

  10. Funkfrequenzen

    Bundesnetzagentur und Alibaba wollen Produkte sperren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

XPS 13 (9365) im Test: Dells Convertible zeigt alte Stärken und neue Schwächen
XPS 13 (9365) im Test
Dells Convertible zeigt alte Stärken und neue Schwächen
  1. Schnittstelle Intel pflegt endlich Linux-Treiber für Thunderbolt
  2. Atom C2000 & Kaby Lake Updates beheben Defekt respektive fehlendes HDCP 2.2
  3. UP2718Q Dell verkauft HDR10-Monitor ab Mai 2017

Calliope Mini im Test: Neuland lernt programmieren
Calliope Mini im Test
Neuland lernt programmieren
  1. Arduino Cinque RISC-V-Prozessor und ESP32 auf einem Board vereint
  2. MKRFOX1200 Neues Arduino-Board erscheint mit kostenlosem Datentarif
  3. Creoqode 2048 Tragbare Spielekonsole zum Basteln erhältlich

  1. Re: Pay to Win?

    Ovaron | 10:17

  2. Re: Offenbar finden alle Git gut, aber

    Kleba | 10:14

  3. Re: Dann soll man doch bitte o2 free abschaffen

    Trollifutz | 10:12

  4. Re: Blöcke [...] die jeweils eine Leistung von 20...

    Ovaron | 10:11

  5. Re: 1400W... für welche Hardware?

    Braineh | 10:01


  1. 09:01

  2. 17:40

  3. 16:40

  4. 16:29

  5. 16:27

  6. 15:15

  7. 13:35

  8. 13:17


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel