Hunch: eBay kauft Empfehlungsplattform

EBay hat das Unternehmen Hunch(öffnet im neuen Fenster) gekauft. Das gab der Auktionsplattformbetreiber am 21. November 2011 bekannt. Angaben zum Preis für den Empfehlungsdienst für Kleidung, Restaurants und anderes wurden nicht gemacht. Wie der frühere Techcrunch-Chefredakteur Michael Arrington aus informierten Kreisen berichtet(öffnet im neuen Fenster) , soll der Kaufpreis bei rund 80 Millionen US-Dollar liegen.
Hunch wurde 2008 von Caterina Fake, Chris Dixon und Tom Pinckney als Frage-und-Antwort-Plattform gegründet. Das Startup wechselte später den Geschäftsgegenstand hin zu einem "Geschmackswegweiser", über den Webnutzer persönliche Konsumempfehlungen basierend auf ihren Vorlieben erhalten können.
EBay setze auf "Hunchs Technologieexperten und das tiefgehende Know-how in Bereichen wie maschinelles Lernen und Data Mining" , um eBay-Nutzern bessere Einkaufsvorschläge machen zu können, erklärte eBay. Kunden sollten nicht einfach nur einzelne Waren genannt bekommen, sondern "neue und spannende Vorschläge" erhalten.
Hunch, ein New Yorker Unternehmen, hat 19 Millionen US-Dollar Risikokapital von General Catalyst Partners, Bessemer Venture Partners, SV Angel und Khosla Ventures erhalten. Das Unternehmen hat rund 50 Mitarbeiter, die eBay laut Arrington auf 200 ausbauen werde. Neben der Erarbeitung von Empfehlungen sollen eBay-Einkaufsdaten ausgewertet werden. Mitte 2010 soll sich Google für eine Übernahme von Hunch interessiert haben.
Im Juni 2010 kaufte eBay Redlaser , eine iPhone-Applikation zum Scannen von Strichcodes an Packungen und von Preisschildern. Anfang Dezember 2010 erwarb eBay die lokale Einkaufssuchmaschine Milo , mit der Warenbestand in Ladengeschäften über das Internet durchsucht werden kann.